CDU im Kreuzfeuer
21. Februar 2011
Allen demokratischen Parteien wird schon einmal Wählertäuschung nachgesagt. Besonders nach Wahlen gibt es stets enttäuschte Menschen in unserer Heimat. Für zunehmend immer mehr Menschen ist das, was zurzeit die CDU in Berlin fabriziert einfach nur auf gut Deutsch gesagt eine riesen Verarsche [ Volksmund siehe DRSB - Rubrik „Dampf Ablassen“ ] ,um bürgerlich orientierte Wähler bei der Stange zu halten. Diese Einstellung bildete sich nach den Beiträgen von Ursula von der Leyen zum Thema Hartz IV und den Veröffentlichungen von Klaus - Peter Flosbach zum Thema steuerliche Subventionen für Fondssysteme. Beide Beiträge haben wesentlich zur Schärfung des parteipolitischen Profils der CDU beigetragen. Das passt weder in unsere Parlamente, noch in eine Demokratie und ist zumindest bedenklich. Über Hartz IV und die Agenda 2010 muss niemand mehr viel schreiben, denn noch nie war ein Gesetz von Anfang an so oft in der politischen Reparaturwerkstatt. SPD und GRÜNE haben es auf die Schiene gesetzt und rücken nur millimeterweise davon ab.
Abschaffen würden die starken Leiden für alle beenden.
Was aber der CDUler Klaus - Peter Flosbach anrichten möchte, lässt in den Augen der Bevölkerung die CDU als verlogen dastehen. Sollen nach dem kollektiven Geldverbrennen bei Banken und Versicherungsgesellschaften, demnächst zukünftige Rentenbezieher den Weg zum Cashburning abkürzen und ihr sauer verdientes Geld direkt zu den Verfeuerungsspezialisten der Fondsmodelle bringen? Quasi vom Regen über die Traufe direkt auf den Misthaufen? Blitzumfragen zur steuerlichen Bevorzugung von Fondsanlagen haben im gesamten Bundesgebiet die CDU in der Wählergunst erheblich abrutschen lassen. Der Spitzenwert lag in einem ostdeutschen Bundesland mit minus 6%. Die Stimmung ist quasi linear gekippt. Und wieder macht sich die Meinung breit:
„Wir sollten abwarten, bis wir die Partei in Deutschland haben, die wir brauchen“.
So etwas nennt man in Fachkreisen Wählerverweigerung. Wählertäuschung hin oder her - zwischenzeitlich erscheint es vielen abhängig Beschäftigten gar nicht mehr wichtig, was die CDU tatsächlich beabsichtigt.
„Wohlstand für Alle“
war einmal vor langer Zeit der Buchtitel, unter dem Ludwig Ehrhardt für eine soziale Marktwirtschaft warb.
Diese Zeit der nutzmehrenden Orientierung der CDU fürs Volk, den Wohlstand aller zu heben, scheint Geschichte zu sein.
Den deutschen Parteien gehen die Wähler reihenweise verloren, doch was die CDUler Ursula von der Leyen und Klaus - Peter Flosbach diesmal angerührt haben, könnte den Wählern den Anlass bieten,
die CDU in den acht anstehenden Wahlen abzuservieren. Die CDU muss also umgehend Farbe bekennen, denn für sie ist die Zeit des Tricksen und Täuschen abgelaufen.
Kollektives Geldverbrennen in Fondskonstrukten ist Mega - Out, denn noch immer zahlen wir die Zeche für die Auswirkungen der US - Finanz- und Wirtschaftskrise,
an der bekanntlich als Hauptakteure die Fondsgesellschaften kräftig mitgewirkt haben.
Nun möchte die CDU die Globalisierung der Fondkonstrukte erneut als Ideologie einsetzen, die behauptet, man müsse sich diesen naturgegebenen Verhältnissen anpassen.
Quasi die Globalisierung als Tabuisierung der sich systematisch vollziehenden Einkommens- und Vermögensvernichtung. Statt einer Gestaltung der Globalisierung durch einen Regulierungsrahmen,
der eine soziale, ökonomisch und ökologisch nachhaltige Entwicklung gewährleisten könnte, soll in Wild - West - Manier wieder Cashburning mit dem Geld der Menschen in unserer Heimat betrieben werden.