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Herrn

Olaf Scholz

Bundesminister

Bundesministerium für Arbeit und Soziales

Wilhelmstraße 49

D - 10117 Berlin

 

Düsseldorf, den 26. März 2009

 

Erstes offenes Fax - Schreiben an

Herrn Olaf Scholz

Bundesminister für Arbeit und Soziales

 

Rettung der Adam Opel GmbH

Hier: Ihre diversen Äußerungen in deutschen Medien

 

Sehr geehrter Herr Scholz,

 

in der zwölften Kalenderwoche forderten Sie vehement, dass das amerikanische Unternehmen unter allen Umständen gerettet werden sollte:

Zitat Anfang:

Opel sterben zu lassen, wäre mehr als ein Fehler, es wäre ein unentschuldbares Regierungsversagen. Angst sollte man vor so einer Entscheidung nicht haben.

Es sollte nur keine Dauerperspektive sein.

Zitat Ende.

Sie haben mit Ihren Aussagen völlig Recht, denn Angst und Panik sind bekanntlich schlechte Ratgeber. Unwissenheit und Ahnungslosigkeit aber bedauerlicherweise genauso.

So ist es keinesfalls sinnvoll, im Vorfeld der Gegenseite die Schwachstellen der eigenen Ausgangsposition in den Medien aufzulisten.

 

Es sei denn, man gehört zum Atlantik - Brücken - Netzwerk und möchte den Versuch starten, die Muttergesellschaft in den USA zu stärken.

 

Aus Ihren Worten lässt sich durchaus ableiten, wie einfach es sein könnte, nur bei schönem Wetter zu regieren.

Einen charakterstarken, erfahrenen Kapitän zeichnet es aber aus, dass dieser auch bei hoher See einen stabilen Kurs halten kann, Souveränität ausstrahlt und beruhigend auf die Besatzungsmitglieder einzuwirken vermag.

 

Mit Ihrem hinderlichen Vorwahlkampfgetöse erreichen Sie im Endeffekt nur, dass General Motors in eine bequemere Ausgangslage versetzt werden könnte.

Ihr Philosophieansatz verbunden mit der ideologischen gefärbten Rhetorik ist dafür hervorragend geeignet, quasi jedes deutsche Unternehmen in den Ruin zu treiben.

 

In Zeiten echter Krisen ist besonnenes, professionelles unternehmerisches Handeln gefordert. Panik und politische Profilneurotik sind da völlig fehl am Platz. Wir leben nicht in den USA und Deutschland ist noch nicht der 51. Bundesstaat der Amerikaner, wo man mit hedonistischen inhaltslosen Hoffnungssprüchen die Bürger bis zur nächsten Wahl hinhalten kann.

 

Die Volkswirtschaftlehre kennt das ökonomische Prinzip, dass aufgrund der Knappheit von Gütern die eingesetzten Mittel zu vernünftigen Ergebnissen führen sollen.

Hierbei gibt es zwei Ausprägungen:

Das Minimalprinzip,

wobei der Mitteleinsatz so gering wie möglich sein soll, um ein vorgegebenes Ziel zu erreichen.

Sowie das

Maximalprinzip,

bei dem der Mitteleinsatz vorgegeben ist, damit man ein möglichst hohes Ergebnis erreichen kann.

 

Aus den vorgenannten Gründen wäre es für die Opelaner, sowie auch für alle deutschen Bürger von großem Nutzen, wenn Sie vor zukünftigen Äußerungen zu wirtschaftlichen Themenkreisen sich einmal intensiv mit dem Buch

BWL für Juristen

Eine praxisnahe Einführung in die betriebswirtschaftlichen Grundlagen

[ ISBN 3 - 409 - 12353-9 ]

beschäftigen würden.

Gemäß den Informationen unserer Juristen liest sich das Buch flüssig und soll auch für wirtschaftliche Laien sehr einfach zu verstehen sein.

Die Rettungsvorschläge des DRSB e.V. - zum Beispiel - sind sehr leicht, schnell und nutzmehrend für das deutsche Volk umzusetzen. Möglicherweise behindern diese praktikablen und äußerst nutzmehrenden Vorschläge die wahren Absichten der deutschen

Atlantik - Brücken - Netzwerker.

Für eventuelle entstehende Verständnisfragen können Sie natürlich, wie jeder andere Bürger auch, auf den DRSB e.V. zurückgreifen.

 

Mit freundlichen und besten Grüßen

Ihr

Ihr

Udo Piasetzky

Hans - Josef Leiting

Vorstandsvorsitzender des

DRSB e.V.

Steuerberater und Vorsitzender der

Rentenkommission des DRSB e.V.

 

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