Schwindende Gewinnquelle:
Gute und stabile Verzinsung
21. September 2010
Die ständigen Horrornachrichten von der lahmenden Konjunktur in den USA lösen überall die Angst vor einer neuen Rezession aus. Man sollte den Mächtigen in Washington durchaus einmal empfehlen, die DRSB - Artikel regelmäßig zu lesen, denn bereits im Jahr 2005 wurden die sich bildenden Szenarien ab 2008 exakt beschrieben. Schon damals waren die Informationen und Daten vom Finanz- und Immobilienmarkt und von Industrieunternehmen äußerst deprimierend, obwohl in den Medien ein Aufschwung nach dem anderen vollmundig verkündet wurde. Seit 2008 wissen wir alle, dass diese vorsätzlich gewollte Wahrnehmungsverschiebung im Reich des Barons von Münchhausen entstanden sein muss. Die Lage der Finanzwirtschaft und der Industrie hat sich ab 2003 nicht verbessern können. Sollte sich die Lage der amerikanischen Finanzwirtschaft und der Industrie weiter verschlechtern, wird dies höchstwahrscheinlich die gesamte Weltwirtschaft mitreißen und sogar das
„kleine deutsche Wirtschaftswunder 2010“
zunichte machen können. Wie vom DRSB mehrfach überzeugend berichtet, geht die US - Volkswirtschaft seit Jahren auf dem Zahnfleisch, sodass wir uns in Westeuropa auf noch bitterere Negativmeldungen aus Übersee einstellen müssen.
Die Wahrnehmungsverschiebungen rund um den so genannten
Ifo - Geschäftsklimaindex
glauben immer weniger Menschen, sodass dieses Steuerungsinstrument der Netzwerker um die Atlantik - Brücke in fast allen Teilen der deutschen Bevölkerung kaum noch Wirkung zeigt.
Hier wird man bereits in Kürze
noch wesentlich klarer die Wechselwirkung
zwischen SINN und UNSINN erkennen.
Seriöse Wirtschaftswissenschaftler pflichten ohnehin dem DRSB bei, dass ein Rückfall der USA in die Rezession höchstwahrscheinlich ist. Die gerade erst beschlossene Kapitalerhöhung der Deutschen Bank ist schon ein deutliches Zeichen für diese Entwicklung. Sollte sich die US - Konjunktur in den kommenden Wochen abermals stark verschlechtern, trifft dies die gesamte Weltwirtschaft mit voller Wucht und wird den asiatischen Markt schwer in Mitleidenschaft ziehen, denn schon heute geht jeder fünfte chinesische Exportartikel in die USA. Die deutsche Industrielandschaft wäre davon direkt betroffen, weil China sich langsam zum bedeuteten Exportmarkt entwickelt hat.
Besonders die Maschinenbauer und die Automobilindustrie werden die Hauptlast tragen. Der Deflationsprozess in den USA schlägt erfahrungsgemäß erst rund 18 Monate später in eine Hyperinflation um. Darauf gilt es sich vorzubereiten, denn noch haben wir in unserer Heimat ausreichend Zeit dazu. Das klingt alles sehr beunruhigend und sollte unsere Berliner Politiker zum Nachdenken und Handeln bewegen, denn das Szenario um die Deutsche Bank könnte sich vermutlich zum ernsten Problem auswachsen. Auch hier lag der DRSB bereits vor Jahren „GOLDRICHTIG“, als er Josef Ackermann die Empfehlung aussprach, einmal in seinem „Keller“ nachzuschauen, welche
„BÖSEN“ Überraschungen
[ Giftpapiere ]
dort noch vor sich hin schlummern.
Denn nicht nur die US - Stadt Cleveland
wird die Auswirkungen der Schrottkredite der Deutschen Bank zu spüren bekommen.
Der Ruf von Josef Ackermann wird dadurch weiter angeschlagen, wenn sich betroffene Städte wie zum Beispiel Cleveland mit Klagen gegen das rüde Vorgehen der Deutschen Bank zur Wehr setzen. Bereits im November / Dezember 2009 sprachen viele Amerikaner davon, dass die Deutsche Bank die USA völlig verrotten lässt. Ein „tolles“ Image wurde den ahnungslosen Menschen in unserer Heimat durch den Schweizer Banker Ackermann eingebrockt. Der Höhenflug der Deutschen Bank als so genannte
„Investmentbank“
dürfte damit sein Ende gefunden haben, denn ein weiterer milliardenschwerer Rettungsschirm im Stil der HRE - Rettung ist den Menschen in unserer Heimat, selbst mit verstärktem Einsatz aller Medien, nicht mehr vermittelbar. Nun rächt sich ganz offensichtlich, dass man das klassische Bankgeschäft in der Heimat verschmähte und die wenigen verbliebenen Privatkunden und Geschäftskunden noch heute mit der Bankleitzahl „24“ am Ende zu Kunden zweiter Klasse abstempelte.
Für Josef Ackermann werden die Problemzone wachsen, denn der Ruf seiner Bank verschlechtert sich fast täglich. Es kristallisierte sich langsam heraus, dass die Deutsche Bank mit der Hilfe von Finanzbrokern die Geschäfte mit ABS- und MBS - Papieren forcierte.
Möglicherweise schon recht bald
ein weiterer Fall für deutsche Staatsanwälte.
Auch auf dieses üble Szenario wurde ausführlich vom DRSB beschrieben und wird nun sehr zögerlich von deutschen Medien vorsichtig aber zutreffend umschrieben. Das Bündeln von so genannten strukturierten, vermeintlich sicheren Wertpapieren und deren Weiterverkauf als Topanlagemöglichkeit [ Derivate etc. ] war bekanntlich der Auslöser der US - Finanz- und Wirtschaftskrise. Die Ursachen- und Wirkungsprinzipien kann man in Ruhe auf der Internetseite des DRSB nachlesen. Achten Sie hierbei auf die Veröffentlichungsdaten, denn sollte es zu staatsanwaltlichen Ermittlungen gegen die deutschen Verursacher kommen, so wird man sich nur sehr schwer damit herausreden können, dass man von den schlimmen Folgen nichts wusste.
Spätestens, wenn die betroffenen amerikanischen Städte zum Gegenschlag ausholen und Milliarden Euro von der Deutschen Banken zurückfordern, wird das Versagen von Josef Ackermann von den Medien kaum noch zu verschleiern sein. Angela Merkel und die CDU / CSU täten heute schon gut daran, auf Distanz zu gehen, sonst könnte man vermutlich in den Abgrund gerissen werden. Die Zahlmeister für das Debakel der Deutschen Bank stehen bereits heute fest:
Alle zukünftigen und aktuellen
Rentenbezieher sowie alle abhängig Beschäftigten in unserer Heimat.
Für Kapitalanleger, Banken und Versicherungskonzerne war eine gute und stabile Verzinsung immer ein Garant für die sichere Zukunft. Nur durch eine regelmäßige und gleichmäßige Geldeinpflege sowie mit sicheren Anlagen können Banken oder Lebensversicherer Niedrigzinsphasen und Finanz- und Wirtschaftskrisen trotzen. Nun zeigt sich, dass nicht jede Bank oder jeder Versicherungskonzern gut gerüstet ist.
Nach einer Krise ist auch immer vor einer Krise.
Das aktuelle Rekordtief auf allen Zinsmärkten rückt das Interesse auf die finanzielle Ausstattung von Banken und Lebensversicherer. Für aktuelle und zukünftige Rentenbezieher ist es für die Sicherheit ihrer Altersvorsorge entscheidend, wie lange Banken oder Versicherer ein Niedrigzinsszenario durchhalten können.
In klassischen Kapitallebens- und Rentenversicherungsverträgen wurden bereits die garantierten Zinsversprechen von 4% auf 2,25% abgesenkt. Schleppende Geldeinpflege [ fehlendes Neugeschäft ] sowie ständig kollabierende Zinsmärkte werden den Sparanteil der Kundenbeiträge zukünftig mit noch geringeren Zinsversprechen versehen. In neuen Altersvorsorgeverträgen könnten vermutlich demnächst nur noch 1,75% ausgeworfen werden. Denn bedingt durch extrem unterschiedliche Kapitalanlage und Eigenmittelunterlegung sind viele Banken und Versicherungskonzerne schlecht auf anhaltende Niedrigzinsen vorbereitet. Dahin schmelzende oder vegetierende Fondsgesellschaften, neue Anlagestrategien und rekordverdächtig niedrige Zinsen lasten auf Banken und Versicherern gleichermaßen. Hinzu kommen die übermäßig hohen Verwaltungs- und Regiekosten aus den völlig untauglichen Riestermodellen. Alle Versicherungskonzerne haben derzeit mit diesen Problem zu kämpfen, wie sie mit den äußerst unattraktiven Kapitalmarktrenditen genug erwirtschaften können, um ihre Garantieversprechen zu erfüllen.
Die wichtigste Gewinnquelle
ist nach wie vor die gute und stabile Verzinsung der
angelegter Kundengelder.
Es scheint sich zum Kernproblem zu entwickeln, dass man die schnell verschwindenden Sicherheiten aus Optionsgeschäften mit festverzinslichen Wertpapieren aktuell bilanziell nur sehr ungenau erfassen kann. Denn welche Wertigkeiten zu welchem Zeitpunkt wieder aus den so genannten
BAD BANKS
auftauchen können, ist schwer zu sagen. Selbst die Swap - Optionsgeschäfte gegen die drohende Gefahr eines Niedrigzinsszenarios der Versicherer mit den Banken geraten zunehmend unter Realisierungsdruck. Die berechtigte Angst vor einer noch stärker wachsenden Deflation in den USA, die Angst vor fallenden wirtschaftlichen Wachstumsraten in China sowie die latente Angst vor der Überschuldung einiger europäischer Staaten bedrücken völlig zu Recht die Manager von deutschen Banken und Versicherungskonzernen.
So verwundert es nicht weiter, dass die Versicherungsaufsicht BaFin die obsoleten Geschäftsmodelle der Lebensversicherer als stark bedroht ansieht. Bei den meisten Kapitallebensversicherungen ist seit Monaten enorm sinkendes Interesse an den angebotenen Finanzprodukten feststellbar. Die Menschen in unserer Heimat scheuen sich davor, Verträge von bis zu 30 Jahren Laufzeit abzuschließen, denn berufliche sowie familiäre Veränderungen verhindern längere Lebensplanungen.
Leiharbeit
sowie sonstige prekäre Arbeitsverhältnisse,
Lohndumping, Hartz IV und die extrem steil ansteigende Exklusion durch die Agenda 2010 zeigen die vom DRSB bereits
2003 prognostizierten Bremsspuren.
Tatsächliche, greifbare Innovationen in der deutschen Altersvorsorge sind bei Banken und Versicherern immer noch Fehlanzeige. Ein exponentiell zunehmendes Ärgernis für alle abhängig Beschäftigten und besonders für schlecht oder unzureichend abgesicherte Selbständige, Handwerker und Mittelständler.
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Deutscher Rentenschutzbund e.V.
Wir kämpfen seit 22 Jahren mit der Stimme der Demokratie für einen modernen Sozialstaat, sichere, langfristige Arbeitsplätze, sinnvolle, gerechte und lernfähige Rentensysteme, sichere, gerechte und leistungsfähige Sozialsysteme und für korruptionsfreie Demokratie in Deutschland und der Europäischen Union.