DRSB
Deutscher Rentenschutzbund e.V.
Redaktionsteam
Leitung:
Udo Johann Piasetzky • Heinrich Sternemann • Hans - Josef Leiting
Düsseldorf, den 12. August 2009
Heimwerken oder Handwerk?
Bei der Berufswahl besinnen sich immer mehr Menschen in unserer Heimat wieder auf das Handwerk.
Obwohl Banker, Börsenmakler, Computerspezialist, Designer oder TV - Entertainer die Leitbilder für viele Jugendliche in unserer Gesellschaft bleiben und man sich ungern bei der Arbeit als Automechaniker, Schweißer oder Klempner die Hände schmutzig machen möchte, wird die Handarbeit vielerorts wiederentdeckt.
In vielen technischen Männerberufen drängt sogar die Weiblichkeit vehement nach vorne.
Selbst die Kopfarbeiten an anderen Menschen finden wieder Zulauf, so dass auch der Friseurberuf höchstwahrscheinlich nicht aussterben muss.
Die mittelständische Gesellschaftsstruktur in unserer Heimat, die anders als in den USA die Prozesse der Entmaterialisierung der Arbeit zusammen mit der Deindustriealisierung nicht so extrem nachvollzogen hat, bewährt sich jetzt in wirtschaftlichen Krisenseiten.
Wieder einmal zeigt sich deutlich, wie unsinnig die meistens amerikanischen Vorstellungen von einer funktionierenden Wirtschaft sind und waren.
Man könnte es zynisch als Krisenerscheinung abtun, aber in den USA waren gestern noch die Börsenmakler die
„Masters of the Universe“
und wurden oftmals grundlos bewundert. Doch heute hat die Welt einen wirtschaftlichen
Mega - Kater
von den US - Finanz- und Wirtschaftskrisen, so dass viele Amerikaner die einfachen Freuden des Geldverdienens durch das Handwerk wiederentdecken.
Abends nach Hause kommen und wissen, was man getan hat, scheint den meisten besser zu gefallen, als von den Menschen als Börsenguru oder Geldvernichter verschrien zu werden.
Es scheint reizvoll zu sein, wenn man seine Arbeit mit der intellektuellen Leistung des Problemlösens beginnt und enden lässt, indem man danach Schalter betätigen kann und nicht nur das Licht angeht.
Einfach TOLL!
Wie oft hat ein Börsenguru ein solch gravierendes Erlebnis?
Eigentlich niemals, denn wer das Geld gutgläubiger Menschen in den zurückliegenden Jahren verbrennen durfte, konnte sich lediglich mit der Höhe seiner Bonuszahlungen befriedigen.
Da fehlt einfach etwas!
Denn wer auf eine solide handwerkliche Ausbildung mit Gesellen- und Meisterprüfung setzt, der wird zwar nicht gleich zum Millionär, aber als Mitglied der Mittelschicht kann man ein gutes Auskommen finden und seinen Lebensunterhalt verdienen.
Ob man in der Autowerkstatt oder auf dem Bau arbeitet:
Man überschaut, was man tut.
Man verfügt über seine Arbeitskraft.
So erhalten die Dinge des Lebens selbst
einen anderen Wert, wenn man sie selbst herstellen kann.
Das erklärt auch, warum viele Menschen in unserer Heimat als so genannte Heimwerker die Dinge selbst in die Hand nehmen.
Was aber tun, wenn man zwei „linke“ Hände hat?
Oder:
Wenn die gesamte Familie
mit dem Arztkoffer und dem Notarzthandy nur darauf wartet,
dass statt des Nagels ein Daumen getroffen wird?
Im Baumarkt günstig einkaufen wollen selbst die Bürger, die als Heimwerker keine große Laufbahn vor sich haben.
Der Handwerker - Service
in vielen deutschen Baumärkten macht es möglich.
Man profitiert genauso wie der heimwerkende Nachbar vor allem durch den günstigeren Einkaufspreis für die Materialien.
Ein Service also, der rundherum Freude auslösen kann?
Sind die Montageleistungen
auch günstig damit sich der Einkaufsvorteil rechnet?
Bauhaus, Hornbach und natürlich Obi
sind die bekanntesten Baumarktketten in Deutschland und bieten auch nicht so begabten Heimwerkern einen professionellen Handwerker - Service an.
Die DRSB - Rechercheure haben die Probe auf das Exempel gemacht und herausgefunden, dass es gewaltige Unterschiede gibt bei der Berechnung der anstehenden Arbeitsleistungen.
Zu den handwerklichen Tätigkeiten kommen oftmals noch Beratungs- oder Aufmaßkosten hinzu, die den Einbau der gekauften Materialien erheblich verteuern können.
Lediglich die Bauhaus - Kette scheint keinerlei Zusatzkosten zu kennen.
Obi und Hornbach
dagegen verlangen Pauschalen für die Bemessung des Arbeitsumfangs.
Einige Handwerker - Service - Unternehmen verrechnen diese Beratungspauschalen bei einer festen Auftragsvergabe.
Auf jeden Fall sollte man sich danach erkundigen nach welchen Regeln die in Auftrag gegebenen Arbeiten durchgeführt werden. Auch die Angebotseinholung bei einem Handwerksbetrieb am Wohnort ist eine gute Vergleichsmöglichkeit, größere Unterschiede bei Preis und Leistung festzustellen.
Vorsicht jedoch bei Beratungspauschalen und Aufmaßkosten.
Denn wer sich für einen möglicherweise kostengünstigeren Handwerksbetrieb am Wohnort entscheidet, muss auf eine Verrechnung der Beratungspauschalen und Aufmaßkosten verzichten.
Angebote für handwerkliche Leistungen sollten deshalb immer schriftlich eingeholt werden, damit man bei der Abrechnung keine Überraschungen erleben muss.
Vor der Auftragsvergabe sollte man gezielt nachfragen, ob die Arbeiten auch wirklich nach den geltenden Regeln der Technik ausgeführt werden.
Es lohnt sich auf jeden Fall, immer mehrere Angebote einzuholen, denn die meisten Baumärkte arbeiten nämlich mit verschiedenen Handwerkern, so dass die Angebote durchaus beim gleichen Baumarkt unterschiedlich ausfallen können.
Heimwerken mit Profiunterstützung kann trotzdem erheblich Kosten sparen, wenn man kostengünstig einkauft und die
Handwerker - Leistungen
der Baumärkte mit den Fachbetrieben vor Ort vergleicht.
Gesünder ist es allemal, denn wenn zum Beispiel die Daumen geschont, Ehefrauen nicht als Krankenschwestern missbraucht werden und auch die Profiarbeiten qualitativ gut ausgeführt sind, kann man sich in Ruhe über das gesparte Geld freuen.
So macht
Heimwerken mit Handwerkern
allen Spaß und sichert darüberhinaus noch Arbeitsplätze im deutschen Mittelstand.
DRSB
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