Sie sind hier: » »Die Nachwehen der US - Kriege« » Die Nachwehen der US - Kriege, 2008 » »Die Nachwehen der US - Kriege« - Teil 21 -  
 

DRSB

Deutscher Rentenschutzbund e.V.

Redaktionsteam

Leitung:

Udo Johann Piasetzky Andreas Kallen Hans - Josef Leiting

Düsseldorf, den 19. März 2008

 

 

Die Nachwehen der US - Kriege 
- Teil 21 -

 

I took the Canal

- Ich nahm den Kanal -

 

 

Die Vereinigten Staaten von Amerika haben den Kapitalismus nicht erfunden, auch wenn

 

US - Politiker, US - Topmanager und US - Banker,

 

in Verkennung und Verdrehung der Tatsachen sehr gerne diesen Eindruck zu erwecken versuchen.

 

Als im Jahr 1776 die amerikanische Unabhängigkeitserklärung entwickelt und niedergeschrieben wurde, legten die Verfasser dieses Papiers fest, dass die Menschen gewisse unveräußerliche Rechte haben sollen.

 

Zu diesen so dargelegten unveräußerlichen Rechten zählten sie unter anderen zum Beispiel das

 

Recht auf Leben und Freiheit

sowie das

Recht auf Streben nach dem Glück.

 

Was die Verfasser der amerikanische Unabhängigkeitserklärung vor allem mit der Floskel

 

> Recht auf Streben nach dem Glück <

 

bewirken wollten, ist selbst für den DRSB e.V. heutzutage schwerlich aufzuklären, obwohl eindeutig feststeht, dass die geistigen Väter der Unabhängigkeitserklärung für diese Art der Formulierung geistige Anleihen bei dem britischen Philosophen

 

John Locke

 

nahmen, der diese Formulierung bereits circa 100 Jahre zuvor in intellektuellere Worte diplomatisch elegant gefasst hatte.

 

Womöglich war das auch der Grund dafür, dass die etwas rustikaleren geistigen Väter der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung die intellektuelle Bandbreite der Formulierungen von

John Locke

 

nicht vollumfänglich verstanden haben oder verstehen wollten, so dass sie nicht unwesentliche Abwandlungen vornahmen.

 

Wo der britische Philosoph

John Locke

 

vom Recht eines Menschen auf  Schutz seines Eigentums

 

 

sprach und damit unmissverständlich für Humanisten und sozial Engagierte das

 

 

Recht auf Leben und Freiheit sowie das Recht auf Besitz

 

 

meinte, fabulierten die geistigen Väter der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung

vom fiktiven

 

Recht auf Streben nach dem Glück

 herum.

Höchstwahrscheinlich ist in der Mehrdeutigkeit der vorgenannten Formulierung der Schlüssel dafür zu suchen, dass alles, was für die nordamerikanischen Mächtigen mit dem

Recht auf Streben nach dem Glück

 

in Verbindung zu bringen ist, für alle anderen Bürger auf der Welt ausschließlich gezielte

 

Ausbeutung und Unterdrückung

 

bedeutet, es sei denn, man ist willfährig als Handlanger für den US - Imperialismus tätig.

 

Der ungebremste Drang der USA zum Export ihrer Vorstellungen von Demokratie wird nur noch übertroffen von der US - Mission, den friedmanschen

 

Schockkapitalismus

 

in alle Länder dieser Welt zu exportieren.

 

In den Phantasien, Vorstellungen und damit in den Köpfen der

 

US - Politiker, US - Topmanager und der US - Banker,

 

sind die vorbezeichneten selbstausgerufenen „Missionen“ ganz offensichtlich sogar völlig deckungsgleich.

 

In den USA werden hauptsächlich die rücksichtslosen Bürger am meisten bewundert und glorifiziert, die ihr Vermögen in der Regel zu Lasten der Mehrheit, so quasi aus dem  „Nichts“ aufgebaut haben.

 

In den meisten Ländern dieser Welt wären solch rücksichtslose Bürger ohne jegliche Werte oder Wertvorstellungen niemals so weit nach vorne gekommen.

 

Die USA sind damit womöglich das einzige sogenannte „freie“ Land auf diesem Planeten, in dem man sich nicht vorhandene Werte, Ethik und gesellschaftliche Klasse erkaufen kann.

 

Die verschiedenen Ausprägungen von Demokratie und Kapitalismus sind daher die treibende Kraft für die imperialen Unterwerfungsaktivitäten der USA.

 

Globale Regulierungen

von Handel und Finanzmärkten dienen nicht nur zu unserer Zeit ohne jede Ausnahme nur den

Vereinigten Staaten von Amerika.

 

Dieses System des US - Imperialismus funktioniert schon seit der Gründung des Staatsgebildes.

 

Die davon betroffenen anderen Staaten dieser Welt unterwerfen sich oftmals ohne jegliche Gegenwehr, weil sie glauben, keine andere Wahl zu haben oder ansonsten befürchten zu müssen, von der US - Militärmaschine überrollt zu werden.

 

Selbst Rebellenstaaten wie zum Beispiel Frankreich in der Ära von

 

General

Charles de Gaulle

 

kehrten bereits unter dem Staatspräsidenten Francois Mitterand wieder in den

US - Unterdrückungs - Schoß zurück.

 

Unter der aktuellen politischen Führung in Frankreich ist deshalb in den nächsten Jahren das Schlimmste für die französischen Bürger zu befürchten, die mit der Weiterführung des Abbaus ihrer gesellschaftlichen Strukturen rechnen müssen.

 

Flächen-, Kinder- und Altersarmut

 

können an einer explosionsartigen Ausbreitung dann nicht mehr gehindert werden.

 

Diese direkten Auswirkungen der US - Regulierungs- und Unterwerfungspolitik sind aber schon seit den ersten Gehversuchen der US - Außenpolitik - oder dem was man dafür hält deutlich erkennbar.

 

In den geopolitischen Vorstellungen der US - Imperialisten war und ist Lateinamerika nichts weiter als ein naheliegender „Supermarkt“, in dem man kostenfrei oder kostengünstig alles bekommen kann, was man für die US - Industriegesellschaft benötigt.

 

Mitte des 19. Jahrhunderts überfiel - nur als Beispiel - der Ausbeuter und Seeräuber

 

William Walker

 

mit der offiziösen Billigung und Unterstützung der damaligen US - Regierung im Auftrag der beiden Banker

 

Garrison und Morgan

 

mehrere Mittelamerikanische Staaten. In gut vorbereiteten aufeinanderfolgenden Beutefeldzügen überfiel die Mördertruppe von Walker

 

Nicaragua, El Salvador und Honduras.

 

Nach der militärischen Unterwerfung ließ sich der Mörderkommandant

 

William Walker

 

mit der Hilfe der US - Regierung zum Präsidenten der vorgenanten drei Staaten ausrufen.

 

Es folgten die Einführung der Sklaverei und die systematische Ausbeutung der Bodenschätze.

 

Nach der Rückkehr in die USA wurde der

 

Mörderkommandant in Staatsdiensten

William Walker

 

wie ein Nationalheld gefeiert und auf den Parties der Mächtigen herumgereicht.

 

US - Archive belegen nicht nur

diese extrem dunkle Phase der sogenannten US - Außenpolitik.

 

Der „Mörderkommandant in Staatsdiensten“ blieb aber kein Einzelfall und seine Nachfolger sind auch nicht nur auf Mordlustige beschränkt.

 

Der US - Präsident

William H. Taft

 

erklärte in einer äußerst bezeichnenden Rede im Jahr 1912:

 

Zitat:

Der Tag liegt nicht mehr fern,

an dem drei Sternenbanner an drei gleich weit entfernten Punkten die Ausdehnung unseres Territoriums anzeigen werden:

eine am Nordpol,

die andere am Panamakanal und die dritte am Südpol.

Es wird zur Tatsache werden, dass die ganze Hemisphäre uns gehört, wie sie uns auch, dank unserer rassischen Überlegenheit, moralisch schon jetzt gehört.

Der Weg der Gerechtigkeit in der

US - Außenpolitik schließt eine aktive Intervention keineswegs aus, um für unsere Waren und unsere Kapitalisten günstige Investitionsmöglichkeiten zu gewährleisten.

Zitat Ende.

 

Noch deutlicher kann man die wahren Absichten und Interessen eines Imperial - Staates kaum noch formulieren.

 

So ist es auch einfach für alle deutschen Bürger zu begreifen, dass der damals frisch gebackene Friedens - Nobelpreisträger und US - Präsident

 

Teddy Roosevelt

 

kurze Zeit später eine militärische Landeoperation in Kolumbien vornahm und voller Stolz den amerikanischen Bürgern verkündete:

 

I took the Canal”.

 

Nachdem die USA also Panama erfunden hatte, wurde Kolumbien mit einer

lächerlichen geringen Entschädigung in der Höhe von

 

25 Millionen US - Dollar

 

abgespeist. Das war der Preis für ein neues Land, das bis heute ausschließlich dazu dient, den

Vereinigten Staaten von Amerika

 

mit dem Panamakanal einen Verbindungsweg zwischen zwei Ozeanen zu öffnen.

 

Es ist vollkommen egal, wo etwas herkommt, ob nun

 

Bananen, Bauxit, Kaffee, Kupfer,

Erdgas, Erdöl, Silber, Gold, Know - How, Geld

oder einfach nur

Menschen,

 

was Amerika braucht, nimmt sich Amerika, wo immer man es kostenfrei oder kostengünstig herbeischaffen kann.

 

Deutschland sollte deshalb zeitnah damit beginnen, die kostengünstigen oder kostenfreien Lieferungen von deutschen

 

Arbeitsplätzen, Know - How, Geld

und

Menschen

 

zu beenden.

 

Schließen wir doch einfach nur die

 

offenen Adern

 

unseres Landes und verhindern ein weiteres Ausbluten unserer Nation.

 

Aktuelle und zukünftige Rentenbezieher, also fast alle deutschen Bürger, werden es zu Danken wissen, wenn sie vor weiterer

 

Armut und sozialem Abstieg

 

durch die US - imperialistische Ausbeutung geschützt werden.  

 

             

 

DRSB

 

Wir kämpfen seit 20 Jahren mit der Stimme der Demokratie

für

einen modernen Sozialstaat,

sichere, langfristige Arbeitsplätze,

sinnvolle, gerechte und lernfähige Rentensysteme,

sichere, gerechte und leistungsfähige Sozialsysteme,

und für

korruptionsfreie Demokratie in Deutschland und der EU.

 

 

             

DRSB e.V.
Deutscher Rentenschutzbund e.V.

Ikenstraße 8
40625 Düsseldorf
(Verwaltungssitz)
eMail: drsb@deutscher-rentenschutzbund-ev.de
Website: http://www.deutscher-rentenschutzbund-ev.de
Impressum

Wer wir sind
Links

Spenden für ein nutzmehrendes
deutsches Rentensystem