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DRSB

Deutscher Rentenschutzbund e.V.

Redaktionsteam

Leitung:

Udo Johann Piasetzky Andreas Kallen Hans - Josef Leiting

Düsseldorf, den 06. April 2008

 

 

Die Nachwehen der US - Kriege 
- Teil 22 -

 

So weit von Gott und so nahe den USA

 

Im Jahr 1959 fiel die Entscheidung, dass die US - Luftwaffe andere Staaten überfliegen sollte, um mit der damaligen Technik von

 

Blinkmessgeräten und Elektromagnetometern

 

das Aufspüren von radioaktiven oder eisenhaltigen Mineralien sowie die Ausdehnung und Tiefe der verborgenen Reichtümer in fremden Ländern zu ermöglichen.

 

Den US - Auslandsgeheimdienst

 

Central Intelligence Agency - kurz: CIA

 

interessierte sich dabei hauptsächlich für die Lagerstätten von

 

Bauxit, Blei, Chrom, Diamanten, Erdöl,

Gold, Galmei, Hämatit, Kupfer, Mangan, Magnetit, Pottasche, Quarz, Quecksilber, Sulfaten, Titan, Thorium, Tantal, Uran und  Zink.

 

Nach der Auswertung durch das staatliche US - Institut

 

Geological Survey

 

wurde in Washington eine Bewertungs-, Dringlichkeits- und Bedürfnisliste erstellt, nach der die US - Regierungen noch heutzutage ihre imperialistisch ausbeutende Politik ausrichten.

 

Dadurch wird der Irrglaube der heutigen US - Politiker erklärbar, im Irak einen „billigen“ Blitzkrieg führen zu können, damit die Erdölvorräte und sonstigen Bodenschätze für die USA zu sichern seien.

 

Doch auch der Irakkrieg

reiht sich nur ein in die sehr lange Kette

aus politischen und militärischen Fehlkalkulationen.

 

Runde  50 Milliarden US - Dollar sollte der Krieg gegen Saddam Hussein kosten, verkündeten die Kriegsprotagonisten im Weißen Haus und bezeichneten die Kosten des Kriegsabenteuers zur Ausbeutung des Iraks als

 

Preis der Freiheit“.

 

Realitätsfern träumten in der Planungsphase die US - Außenpolitiker von einer so genannten „demokratischen Neugestaltung“ des gesamten Nahen Ostens.

 

Es ist sogar davon auszugehen, dass der US - Präsident

 

George Walker Bush

 

es nicht für möglich hielt, was anschließend ernüchternd eintrat:

 

Der Beutefeldzug im Irak

ist nach dem Vietnam - Desaster der zweitlängste Krieg in der

US - Geschichte

und

nach dem Zweiten Weltkrieg - inflationsbereinigt - auch der zweitteuerste.

Die direkten Folgen der explodierenden Kosten bekommen die US - Bürger zunächst noch nicht am eigenen Leib zu spüren, obwohl die aktuelle US - Finanzkrise indirekt mit dem Irakkrieg zusammenhängt.

   

Robert Hormats

- Vizepräsident der New Yorker Investmentbank Goldman Sachs -,

 

verdächtigt sogar die US - Regierung der Verschleierung der wirklichen Kriegskosten

 

Zitat:

Die Finanzierung auf Pump habe es den Amerikanern erleichtert, die Kosten des Kriegs zu akzeptieren, weil keine Steuern erhöht wurden und wirtschaftliche Unannehmlichkeiten ausblieben.

Wir erleben eine Entwicklung,

wie wir sie nie zuvor in der Kriegsgeschichte der USA gesehen haben.

Bislang haben die USA ihre Kriege

durch Steuererhöhungen, Ausgabenkürzungen und Kredite finanziert.

Jetzt sind Kredite die einzige Form der Finanzierung,

erstmals wurden während eines Kriegs sogar die Steuern gesenkt“.

Zitat Ende.

 

The Three Trillion Dollar War“,

 

wie man den Beutefeldzug in den USA bereits bezeichnet, wird durch die zu erwartende Schuldentilgung den Lebensstandard der amerikanischen Bürger in den kommenden Jahren erheblich verschlechtern.

 

Die extrem hohen Kosten und die Verluste von mehr als 4000 amerikanischer Menschenleben, lässt ohnehin die Mehrheit der amerikanischen Bürger daran zweifeln, dass die Entscheidung von US - Präsident

 

George Walker Bush

 

zum Einmarsch am 20. März 2003 richtig gewesen sei.

 

Im 21. Jahrhundert veränderten sich die Bedingungen gravierend, zu denen ein imperialistischer Staat noch gefahrlos

 

Beutefeldzüge

 

durchführen kann.

 

Das sah für die USA im 18., 19. und 20. Jahrhundert völlig anders aus.

 

Als im Jahr 1845 die USA im Sinne einer so dargestellten Demokratisierungs - Offensive die mexikanischen Hoheitsgebiete

 

Texas und Kalifornien

 

annektierten, stießen sie zunächst kaum auf Widerstände.

 

Ein internationales Tribunal oder gar die UNO gab es damals noch nicht, die der mexikanische Staat hätte anrufen können.

 

Nachdem jedoch die USA in ihren „neuen“ Gebieten, im Namen der Zivilisation und der Demokratie die Sklaverei einführten und mit der Ausrottung der Maya- und Yaquiindianer begannen, regte sich auf der mexikanischen Seite der Widerstand.

 

Am 12. Mai 1846 erklärten deshalb die USA Mexiko formell den Krieg.

 

Unter dem Kommando von US - General

 

Zacharias Taylor

 

drangen die  US - Streitkräfte, nach ersten Siegen bei Palo Alto und Resaca de Palma sehr schnell in den Norden Mexikos vor und stürzten die mexikanische Regierung unter

General Paredes.

 

Bis Ende 1847 wurden Kalifornien und New - Mexiko durch US - Einheiten besetzt. Im Westen von Mexiko besetzte eine US - Flotte Mazatlán und La Paz.

Nachdem der von Staatspräsident

 

Antonio Lopez de Santa Ana

 

organisierte Widerstand zusammenbrach, wurde nur von US - Politikern in noch heute so dargestellten Friedensverhandlungen am

 

02.Februar 1848

 

in Guadalupe Hidalgo ein Friedensvertrag unterzeichnet, durch den der mexikanische Staat die Hälfte des Territoriums verlor.

 

Mehr als 2,4 Millionen Quadratkilometer mexikanisches Staatsgebiet wurden inklusive  Texas an die USA abgetreten.

 

Mexiko erhielt als so genannte „Entschädigung“ für die „Kriegsschäden“ lächerliche

 

15 Millionen Pesos.

 

Dieser Beutefeldzug

hatte sich damit aus der Sicht der amerikanischen Regierung gelohnt.

 

Nordamerika verleibte sich die ehemaligen mexikanischen Gebiete

 

Arizona, Colorado, Neu - Mexiko, Nevada und Utah

 

als „neue“ Bundesstaaten ein.

 

Nur das so genannte Niederkalifornien - Baja California -, das auch Teil der Verhandlungsmasse war, verblieb bei Mexiko.

 

Der durch den US - Bevollmächtigten

 

Nicolas Trist

 

ausgehandelte Knebelvertrag stieß bei dem elften US - Präsidenten

 

James Knox Polk

- 1845 bis 1849 -

 

zunächst nicht auf Zustimmung, weil der damalige US - Präsident noch wesentlich mehr Gebietsabtretungen gefordert hatte.

 

Der US - Kongress nahm aber am 10. März 1848 den Knebelvertrag an, sodass im Mai 1848 auch der mexikanische Kongress das „Vertragswerk“ unterzeichnen konnte.

 

Auf massiven Druck der US - Politiker verkaufte Ende 1853 Mexiko noch das Grenzgebiet von

La Mesilla

 

an die USA.

 

Der Grenzverlauf zwischen Mexiko und den USA wurde danach bis heute nicht mehr verändert.

 

Noch heutzutage ahnen sehr viele amerikanische Bürger von diesen Vorgängen nicht das Geringste, denn in den gängigen US - Geschichtsbüchern sowie im Internet werden die dubiosen Geschehnisse ausschließlich aus der stark „gefärbten“ Sicht der USA dargestellt.

 

In diversen Hollywood - Filmen werden die Mexikaner ohnehin als mordlüsternde primitive Aggressoren dargestellt.  

 

Der Krieg zwischen den USA und Mexiko von 1846 bis 1848 war für die USA, im Vergleich zum Irak - Chaos, ein glänzendes Geschäft, das nur dadurch getoppt wurde, dass nordamerikanische Investoren den verstümmelten Rest von Mexiko systematisch ausbeuteten.

 

Erdöl, Kautschuk, Kupfer und Zucker

 

mussten zu „Spottpreisen“ jahrzehntelang in die USA geliefert werden.

 

Armes Mexiko!
So weit von Gott und so nahe den USA”.

 

 

             

 

 

DRSB

 

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