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DRSB

Deutscher Rentenschutzbund e.V.

Redaktionsteam

Leitung:

Udo Johann Piasetzky Andreas Kallen Hans - Josef Leiting

Düsseldorf, den 11. August 2008

 

 

Die Nachwehen der US - Kriege 
- Teil 34 -

 Goodbye, US - Automarkt

 

Der von vielen US - Professoren, Börsen - Junkies, Managern und Journalisten lange Jahre so dargestellte

moderne Finanzkapitalismus

 

amerikanischer Ausprägung landete durch die US - Finanzkrise bereits auf dem Müll der Geschichte.

 

Nach der Subprime -  Krise steht nicht nur den US - Finanzmärkten eine sehr lange Durststrecke äußerst harter Regulierungen bevor, denn was noch immer als so genannte

 

Subprime - Krise

 

in den Managerköpfen herumschwirrt, ist in Wahrheit eine der tiefst greifenden Krisen des von den USA entwickelten so genannten

 

modernen Finanzkapitalismus“.

 

Dieses transformations- und kapitalmarktorientierte fatale US -  Modell, in dem man herkömmliche gefährdete Kredite in werthaltige handelbare Wertpapiere umwandelte, degradierte das etablierte und funktionierende althergebrachte europäische Banksystem zu einer Art Totengräber des Geldes.

Das dubiose invalide US - System

 

originate - to - distribute

 

war als neues Geschäftsmodell moderner Banken von vorneherein zum Scheitern verurteilt.

 

Selbst seriöse Bankinstitute wurden dadurch nur noch zum Geld - Händler billiger Papiere abgestempelt, der nur noch Kredite vergeben darf, um sie anschließend sehr schnell weiter zu veräußern.

 

Das von Beginn an schwer kranke US - Modell begründete seine grundlegenden ökonomischen Fehlannahmen darauf, dass ein globalisierter „Finanz - Markt“ besser in der Lage ist, die wahllos

 

umformatierten Wertpapiere“,

 

zu bewerten, als dazu Banken in der Lage sein könnten.

 

Jeder Auszubildende in einer seriösen deutschen Bank lernt bereits im ersten Lehrjahr, dass man nicht aus schlechten, faulen Krediten gute Wertpapiere machen kann.

 

Trotzdem wurde diese verlässliche alte europäische Bankregel während der ungesunden Aufblähung der

US - Kreditblase

völlig fahrlässig ignoriert.

 

Kritiker wurden damit „ruhig gestellt“, dass man ihnen unverständlich „klar machte“, dass die „Preisermittlung“ dieser faulen Wertpapiere auf der Basis zuverlässiger und valider mathematischer Risikomodelle aufbaut.

 

Bekanntlich haben diese

mathematischen Risikomodelle das reale Risiko völlig falsch eingeschätzt und auf der ganzen Front total versagt.

 

Die Initiatoren aber versetzten die unsinnigen mathematischen Spielereien in einen permanent euphorischen Zustand und gaukelten ihnen das trügerische Gefühl vor, dass alle Risiken vollkommen unter Kontrolle seien.

 

Das ist der Hauptgrund dafür, dass immer mehr Branchen auf den Zug aufsprangen und die sich deutlich abzeichnenden offensichtlichen Schwächen der untauglichen

US - Modelle verdrängten.

 

Da das wirtschaftliche Umfeld seit Jahrzehnten in den USA stetig instabiler wurde, ließ sich mit der Hilfe der US - Modelle die realistische Risikostruktur nicht korrekt analysieren.

 

Betriebswirtschaftlich einfach dargestellt funktionierte die angeblich moderne

US -  Finanzmathematik noch sehr gut für eine Mikromodellierung.

 

Das sich von Tag zu Tag

geschwürartig auswachsende Makrorisiko war dadurch nicht mehr in den Griff zu bekommen.

 

Als der DRSB e.V. 1995 diese

 

Todesspirale des faulen Geldes

 

offen legte, versuchten amerikanische Finanz - Spezialisten immer wieder, irgendwelche neuen dubiosen

Beruhigungstheorien

 

aufzustellen, die den gutgläubigen deutschen Anlegern erklären sollten, dass die Mutation schlechter Kredite in gute Wertpapiere doch problemlos möglich sei.

 

Parallel wurden alle

DRSB - Vorstandsmitglieder

jahrelang massiv unter Druck gesetzt und bedroht.

 

Angesichts solch bedrohlich krimineller Machenschaften hätten viele Bürger sofort damit aufgehört, die Wahrheit weiter zu veröffentlichen.

Anders jedoch handelten die Vorstandsmitglieder des DRSB e.V..

 

Schritt für Schritt und Artikel nach Artikel

 

wurden bis heute alle Problemfelder enttarnt, aufgedeckt, analysiert und ausführlich und verständlich beschrieben, damit zumindest Deutsche vor weiteren Schäden bewahrt werden konnten.

 

Die sich entwickelnde Krise des so genannten

 

modernen US - Finanzkapitalismus

 

wurde zwar von einigen europäischen Banken und Versicherungsgesellschaften frühzeitig erkannt, aber das notwendige Herbeiführen des Endes der Verbriefung von faulen Krediten lässt bis heute noch auf sich warten.

 

Denn in den Zeiten einer gigantischen Geld - Blasenbildung wird immer sehr viel Geld von den Initiatoren verdient. Nach dem Platzen solch ungesunder Aufblähungen wird immer nach der großzügigen Hilfe vom Staat geschrieen, wie es auch jetzt wieder in den USA täglich passiert.

 

Ganz nach dem alt bekannten Spiel der Mächtigen:

 

Gewinne werden privatisiert - Verluste dagegen werden sozialisiert.

 

Doch das nächste monströse Finanzdesaster steht bei den Amerikanern schon vor der Haustür, denn die Probleme der zurückliegenden 12 Jahre bei der Autofinanzierung weisen deutliche Parallelen zur Immobilienkrise in den USA auf.

 

Wie vom DRSB e.V. schon 2005 prognostiziert, fallen die Restwerte von spritfressenden Gebrauchtwagen, vor allem für die schwer verkäufliche Mega - Geländewagen und

Pick - Ups.

 

Immer mehr US - Autobauer wie

 

GM, Ford und Chrysler

 

müssen sich deshalb blitzartig aus dem Geschäft mit dem Auto - Leasing zurückziehen, weil das bisher ach so „erfolgreiche“ Auto - Finanzierungsmodell vom „lieben“ Goldesel zum „bösen“ Verlustbringer mutierte.

 

Für die finanziell schwer angeschlagenen US - Autokonzerne zeichnet sich ein äußerst bedrohliches Szenario ab.

 

Das „lieb gewonnene“

off - shore - Modell

 

wird jetzt zur tödlichen Finanzfalle für die US - Autobauer, da nach den aktuellen Absatzeinbrüchen auch die US - Großbanken wie zum Beispiel JP Morgan Chase und Wells Fargo kalte Füße kriegen und beim Auto - Leasing heftig auf die Bremse treten.

 

Nach dem überraschenden Ausstieg von Chrysler aus der Leasing - Sparte fahren auch die Rivalen GM und Ford ihre Leasinggeschäfte mit rasantem Tempo zurück.

 

Der US - Autobranchentrend zeigt indes klar nach unten. Sogar der im US - Geschäft mit seiner erfolgreichen Kleinwagen - Strategie vertretene stabile japanische Autokonzern

 

Honda

 

kündigte überraschend an, dass das Leasing - Geschäft den operativen Gewinn 2008 erheblich belasten werde.

 

Schenkt man den Informationen des US - Branchendienstes

 

Automotive Lease Guide

 

noch Glauben, so haben GM, Ford und Chrysler zuletzt rund 1,5 Millionen Neufahrzeuge pro Jahr verleast.

 

Die genannte Zahl an neuen US - Leasing - Autos

entspricht in etwa der Hälfte des jährlichen deutschen Automarktes.

 

Der extrem wackelige Marktführer GM und sein ebenfalls in extremer Schieflage geratener Finanz - Ableger

GMAC,

 

den der GM - Konzern gemeinsam mit dem Finanzinvestor Cerberus betreibt, erwarten noch weit höhere  Milliardenverluste, als bereits vor Tagen ausgewiesen. In Kanada hat GMAC das Geschäft mit dem Auto - Leasinggeschäfte bereits vor Wochen radikal gestoppt.

GMAC

 

weist zurzeit offiziell 33 Milliarden US - Dollar an so genannten Leasing - Assets in den Büchern aus.

 

Deutsche Anleger der „Heuschrecke“ Cerberus dürfen sich getrost schon einmal auf höhere Verluste einstellen.

 

Leider bekommen auch die deutschen Autohersteller das US - Desaster zu spüren.

 

BMW

 

bildete bereits im April 2008 eine Rückstellungen für Kreditausfälle, mit Verweis auf das schwierige US - Leasing - Geschäft, von 236 Millionen Euro und schließt eine weitere nötig werdende Aufstockung der Risikovorsorge nicht mehr aus.

 

Die Daimler - Manager beunruhigt die Entwicklung auf dem US - Markt anscheinend noch nicht, obwohl Mercedes in Großbritannien, Spanien und Italien starke Verkaufsrückgänge - bis zu 30% - verzeichnen musste.

 

Die Verantwortlichen von VW in Wolfsburg planen sogar neue Produktionsstandorte in Nordamerika, statt die Autoproduktion in deutschen oder westeuropäischen Werken zu steigern und dadurch neue sichere Arbeitsplätze in Europa - oder einfach nur in Deutschland - zu schaffen.

 

Warum plant der VW - Boss Martin Winterkorn in den USA so etwas?

 

Auf Dauer kann das ständige Herumgewurschtele mit den Finanzen nicht mehr gut gehen. Deutsche Unternehmen können solch gefährliche Entwicklungen in den USA nicht ewig lang tolerieren und sollten zum Schutz der deutschen Bürger endlich handeln.

 

Möglicherweise werden einige

 

US - Heuschrecken

- Hedge - Fondssysteme und sonstige Fondsgesellschaften -

 

das US - Finanzchaos nur mit staatlichen Steuergeldspritzen überleben.

 

Die „globalen“ Finanz - Produkte selbst werden mit großer Wahrscheinlichkeit stark reguliert, damit sie in Zukunft noch gewissen Mindestanforderungen entsprechen.

 

Vermutlich wird man derartig faule Papiere auch nicht mehr in speziellen so genannten Zweckgesellschaften außerhalb der Bilanz führen oder „parken“ können, so dass die unzuverlässigen US - Ratingagenturen in Zukunft gezwungen werden, wesentlich konservativer zu handeln.

 

Die gefährlichen US - Hedge - Fondssysteme werden dann hoffentlich auch in Deutschland weniger großzügige Geldeinsammelbedingungen vorfinden, damit gutgläubigen deutschen Anlegern nicht weitere Geldverluste zu gefügt werden können.

 

Der in den USA entwickelte untaugliche so genannte

 

moderne Finanzkapitalismus“.

 

hingegen gehört bereits jetzt schon der Vergangenheit an.

 

Deutsche Banken werden, wie früher üblich, auch einen größeren Teil des Risikos ihrer Kredite selbst zu tragen haben und weniger gutes deutsches Geld in die USA pumpen können.

Goodbye, US - Automarkt

 

             

 

DRSB

 

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