DRSB
Deutscher Rentenschutzbund e.V.
Redaktionsteam
Leitung:
Udo Johann Piasetzky •
Andreas Kallen
• Hans - Josef Leiting
Düsseldorf, den 08. Dezember 2008
„Die Nachwehen der US - Kriege“
- Teil 43 -
Mundus vult decibi, ergo decipiatur
„Die Welt will betrogen sein, also
soll sie betrogen werden“
Bohemian Grove, das ist ein einsames waldreiches Gelände in der Nähe des
Monte Rio in Kalifornien.
Jahr für Jahr treffen sich dort die exklusiven Mitglieder des 1872
gegründeten
Bohemian
Club.
Rund 2000 amerikanische Männer aus den Eliten der Politik, der Kunst, der
Medien und selbstverständlich aus der Wirtschaft.
Alle Mitglieder sind natürlich „handverlesen“, denn wer in den exklusiven
Bohemian Club
aufgenommen werden möchte, muss erst beweisen, dass er bereit ist für die
Kreise der Superreichen Außergewöhnliches zu leisten. Das alljährliche Club -
Treffen dieser selbsternannten US - Machtelite ist eine skurrile Mischung aus
Luxuscamping, Hausmusikabend und Junggesellen - Party.
Die Altherrenriege des Clubs sorgt immer für eine „lockere“ Atmosphäre,
damit man seine Geschäfte und seine Welt wieder in Ordnung bringen kann. Dieses
Club - Treffen
der amerikanischen Macht- und Geldmenschen zu beobachten, ist für die ganze
Welt von
größter Bedeutung, denn die dort getroffenen politischen
und wirtschaftlichen Vereinbarungen betreffen in ihren direkten oder indirekten
Auswirkungen alle Menschen. In Verkennung ihrer tatsächlichen „Wichtigkeit“
vergleichen sich einige Clubmitglieder bevorzugt mit dem römischen Reich.
Deshalb hat der DRSB e.V. diesen Artikel auch unter ein lateinisches Sprichwort
gestellt, dass seit Jahrzehnten das überwiegende Handeln der US - Eliten
prägend ist.
Auch der zukünftige US - Präsident ist auf das „Goodwill“
und die Unterstützung des exklusiven
Bohemian
Clubs
angewiesen.
Kontrovers wurde deshalb auch das Buch von Barack Obama
„The Audacity
of Hope“
aufgenommen, dass man als politisch notwendige Fingerübung einsortiert. Man
baut darauf, dass der schwarze Messias genau weiß, wie schnell die langen
Messer gezückt werden, wenn die Privilegien der US - Eliten ernsthaft bedroht
sein sollte. Natürlich reicht den Mitgliedern des Bohemian Clubs gegenseitiges
Verständnis letztendlich nicht aus, obwohl sie wissen, dass das Reden im
Wahlkampf nichts kostet.
Barack Obama
thematisierte zwar, dass die Politiker nach der Pfeife ihrer Geldgeber
tanzen müssen, vermied aber eine tiefer gehende Analyse, wenn es um die Mängel
in der amerikanischen Demokratie ging. Die Drahtzieher in Washington, die mit
einem Telefonanruf eine politische Karriere starten oder beenden können, kennt
der Hoffnungsträger bestens. Zweifellos nützte ihm sein Status als „Underdog“
in den amerikanischen Vorwahlen, doch den Durchbruch schaffte er nur mit der
Unterstützung der Reichen und Mächtigen.
Obamas geäußerte Visionen auf dem demokratischen Parteitag 2004 kann man
getrost auf den markigen und von den meisten falsch verstandenen Satz
reduzieren
Zitat Barack Obama:
„Es gibt kein schwarzes Amerika und kein weißes Amerika und kein Latino -
Amerika und kein asiatisches Amerika - es gibt nur die Vereinigten Staaten von
Amerika.“
Zitat Ende.
Diese vordergründige Vertrautheit mit dem Leben der armen amerikanischen
Schwarzen, Weißen, Latinos uns Asiaten weckte nicht nur Sympathie, sondern
löste besonders bei den Reichen und Mächtigen auch heftige Anfälle von Angst
und offener Verachtung aus.
Selbst ein Hoffnungstragender US - Präsident
Barack Obama
kennt nur zu genau die Realitäten, dass die schwarzen Männer hauptsächlich
die amerikanischen Gefängnisse füllen, schwarze und Latinokinder nicht lesen
oder schreiben können und viele von ihnen bei Schießereien zwischen
rivalisierenden Gangs im Kreuzfeuer sterben. Er kennt die Probleme der
obdachlosen Schwarzen und Latinos, die Nachts auf Abluftrosten von Gebäuden
oder in den Parks von Washington, New York und anderen US - Städten schlafen
und von quasi „halbstaatlichen“ Tafelorganisationen verpflegt werden müssen.
Schon ein überraschender Kälteeinbruch im Dezember 2008 oder im Januar 2009 bedeutet
dann für viele der Obdachlosen den Tod. Es gab Zeiten, in der eine solche
chronische und tiefgreifende Armut noch die ganzen USA schockieren konnte.
Spätestens seit der Ära Clinton ist die Vorstellung von einer schwarzen
Unterschicht sowie das Bild von Latinos und Asiaten, die absonderlich mit
eigenen Werten leben, zum völlig normalen Tagesbild in den USA geworden, dass
eigentlich niemanden noch tief berührt.
Denn heute sind diese Bilder von der amerikanischen Unterklasse
allgegenwärtig und werden zynischerweise sogar von der Pop - Kultur im Film und
Fernsehen gnadenlos vermarktet. Videoclips in denen das Gangsterleben
glorifiziert wird und man dreckige, verwahrloste Kinder zeigt, sind absolut
„HIPP“ und werden von Schwarzen und Latinos sogar sehr gerne gesehen.
Diesen seit Jahrzehnten tobenden
War on Poverty
- Krieg gegen die Armut -
hat der Hoffnungsträger bereits vor seinem Amtsantritt bedingt durch die
US - Immobilien- und Finanzkrise
verloren.
Böse Zungen aus dem republikanischen Lager kolportieren bereits, dass das
nicht der einzige Krieg sein wird, den Obama verlieren wird.
Denn auch die versprochene Sanierung der Ghettos würde Unmengen an
Steuergeldern kosten, die der amerikanische Staatshaushalt nicht aufbringen
kann, wird aus ihm doch das System der Reichen gespeist.
In mancher Hinsicht ist die Einstellung der Schwarzen, Latinos und Asiaten,
was die Ursachen der chronischen Armut anbetrifft, nur noch mit
totaler Resignation
zu beschreiben.
Gerade aber diese Entwicklung wird von den meisten schwarzen Politikern
verdrängt. Tatsächlich ist der wachsende Unmut über die Zustände in den
amerikanischen Innenstädten keineswegs nur auf weiße Bürger beschränkt.
Auch noch gutverdienende Schwarze suchen immer mehr Schutz durch Polizei
oder private Sicherheitskräfte, weil auch sie zunehmend Opfer von Verbrechen
werden.
Derweil präsentiert sich der zukünftige US - Präsident noch immer als „der
Mann“ der Integration, überzeugter Liberaler, kämpferischer Frauenrechtler und
Neuordner des Gesundheits- und Sozialsystems.
Nichts von diesen Idealen verkörpert Barack Obama wirklich, denn es gibt
bereits erste Anzeichen dafür, dass die Regierungsära Obama durch den Satz,
„mundus vult decibi, ergo decipiatur”
-
die Welt will betrogen sein, also soll sie betrogen werden -,
der ursprünglich aus dem römischen Senat stammt, gebrandmarkt sein könnte.
Barack Obama
wird erkennen und zugeben müssen, dass „Hoffnung wagen“ allein nicht
ausreicht.
Weder für amerikanische, für asiatische noch für europäische
Bürger.
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