DRSB
Deutscher Rentenschutzbund e.V.
Redaktionsteam
Leitung:
Udo Johann Piasetzky • Andreas Kallen • Hans - Josef Leiting
Düsseldorf, den 07. Januar 2009
Die wahren Ängste der Amerikaner
Die anhaltende militärische Katastrophe im Irak, die fehlenden Möglichkeiten das wirtschaftliche Chaos und das finanzielle Desaster im eigenen Land in den Griff zu bekommen, decken die nicht vorhandene Souveränität in Washington schonungslos auf.
Die stetig wachsende Konfusion im amerikanischen Machtzentrum und die damit einhergehende Entscheidungsschwäche provozieren erneute Beurteilungs- und Kalkulationsfehler bei den handelnden Entscheidungsträgern.
Die Welt erlebt nicht nur - die Tag ein Tag aus - größte und gröbste Verachtung der Grundprinzipien des Völkerrechts durch amerikanische Politiker, sondern auch die größte Hilflosigkeit der amerikanischen Topmanager aus nahezu allen Branchen. Dieses kontinuierliche Versagen hat seine tiefen Wurzeln in den mangelhaften, verdrehten Systemtheorien der militärischen und wirtschaftlichen Vordenker.
Über 63 Jahre nach dem Ende des zweiten Weltkrieges ist es nun tatsächlich möglich geworden, Licht in das Dunkel dessen zu bringen, warum und was sich in Bezug auf die deutsche Bevölkerung in Wahrheit bis heute ereignet hat.
Anhand von US - Dokumenten, die erst 2005, also 60 Jahre nach der Beendigung des zweiten Weltkrieges teilweise frei gegeben wurden und oftmals verfälscht sind, lässt sich das politische, wirtschaftliche und menschliche Fehlverhalten der Amerikaner leicht dokumentieren und nachvollziehen.
Im Zusammenhang mit den vom DRSB e.V. durchgeführten Recherchen sei darauf hingewiesen, dass die ausgewerteten Informationen und Fakten keinesfalls der Glorifizierung des nationalsozialistischen Regimes dienen sollen.
Es ging lediglich darum historisch möglichst genau herauszufinden, was bei und nach Kriegsende tatsächlich geschah und welche Auswirkungen auf die deutschen Bürger noch bis heute direkte Einwirkung zeigen.
Die meisten Geschichtsschreiber behaupten freilich immer noch, dass die Niederlage der Wehrmacht bei Stalingrad der Anfang vom Ende des dritten Reiches war.
Dass aber die USA noch sehr lange nach dem Kriegsende den deutschen Widerstand fürchteten, wurde bisher der geschichtsinteressierten Öffentlichkeit unterschlagen, ebenso wie die noch heute zur Anwendung kommenden subversiven US - Methoden zur Eindämmung der befürchteten deutschen Aktivitäten.
Natürlich war für die Sieger enorme Eile geboten das geschlagene deutsche Volk zu unterlaufen und mit Überwachungssystemen zu durchsetzen. Damals, Jahre vor der Gründung der Bundesrepublik Deutschland, wurden die Grundlagen für die bis heute engmaschige Überwachung und Führung zwischen Deutschland und den USA gelegt und als militärische, wirtschaftliche und sicherheitspoltische Zusammenarbeit in den Medien überschwänglich gefeiert und den Bürgern verkauft als zwingende Notwendigkeit.
Über die vielfältigen US - Überwachungssysteme wie zum Beispiel Amerika Häuser oder Atlantik - Brücke e.V und deren Netzwerke hat der DRSB e.V. in diversen Artikeln umfänglich berichtet.
Nur eine bestimmte gesellschaftliche Strömung, so schien es jedenfalls bis heute, konnte nicht in die amerikanischen Überlegungen mit einbezogen werden.
Obwohl die US - Armee bereits an 1945 das Sonderlager
„Alaska“
in der Nähe von Oberursel / Taunus eingerichtet hatte, waren die meisten deutschen Offiziere nicht bereit mit ihren Gegnern gemeinsame Sache zu machen.
Die intensiven Verhöre der amerikanischen Verhöroffiziere drehten sich um die Aufklärung der Sowjetarmee und deren Bewaffnung, Befehlstrukturen und Kampftaktik.
Denn die Offiziere der Wehrmacht hatten in der Zeit von 1941 bis 1945 sehr tiefe Einblicke in die Sowjetarmee sowie die russische Gesellschaftsstruktur gewinnen können.
Auch ließen sich die amerikanischen Verhörspezialisten in Bezug auf ihre eigenen Streitkräfte und ihre militärischen Fehler gerne supervisieren.
Kooperationsfreundliche Offiziere der Wehrmacht versuchten deshalb den
US - Offizieren den gravierenden Unterschied zwischen der
deutschen Auftragstaktik und der amerikanischen Befehlstatik
zu erläutern und die dadurch bedingte Kampfwertsteigerung zu verdeutlichen. Bekanntlich konnten die Amerikaner das gewonnene Wissen bis heute nicht nutzbringend anwenden.
Eines jedoch wurde den amerikanischen Verhörspezialisten sofort klar, dass die Offiziere der Wehrmacht einen kameradschaftlichen Zusammenhalt pflegten, der sich, systematisch in konservative Gesellschaftsschichten fortgepflanzt, zu einer echten Bedrohung hätte entwickeln können.
Ergo musste auch hier eine
US - Vorfeldaufklärung
stattfinden, die aber auf Grund des gesunden Misstrauens der ehemaligen Offiziere der Wehrmacht, nicht direkt in Zusammenhang mit den USA gebracht werden durfte.
Man suchte deshalb gezielt nach einer wertkonservativen Persönlichkeit, die in den Kreisen der einzelnen Kameradschaften Glaubwürdigkeit verbreiten konnte.
Gerhard Michael Frey
war als freier Mitarbeiter für die Deutsche Soldatenzeitung aktiv und unterhielt zu ehemaligen Wehrmachtsoffizieren intensiven und regen Kontakt.
Diese Erkenntnis machte sich der neu gegründete amerikanische Auslandsgeheimdienst CIA zu Nutze. Mit großzügiger amerikanischer Unterstützung und reichlicher monetärer Förderung des amerikanischen Außenministeriums durfte
Gerhard Michael Frey
die Deutsche National- und Soldatenzeitung herausgeben.
Dieses ( US - deutsche )- Printmedium vertrat wie gewünscht einen strammen antisowjetischen Kurs auf einer mit Schmerzen geduldeten nationalistischen Linie.
Es galt ja möglichst viele rechtsgerichtete Bürger als Leser zu gewinnen und umso schneller ein verlässliches Gesamtbild der so genannten
„Rechten Szene“
zu bekommen.
Amerikanische Systemtheoretiker sahen darin zunächst einen sinnvollen Gedanken für einen Verteidigungsbeitrag der Bundesrepublik Deutschland.
Nachdem sich die Verlagsaktivitäten von Gerhard Michael Frey von Jahr zu Jahr mehr stabilisierten, legte man die amerikanischen Geldquellen sowie die des Bundespresse- und Informationsamtes im Jahr 1954 vollkommen trocken, so dass später eine Rückverfolgung der ursprünglichen Finanziers erschwert werden konnte und Rückschlüsse auf die tatsächlichen Absichten zu verschleiern waren.
Als im Jahr 1958 Gerhard Michael Frey den Druckschriften- und Zeitungsverlags GmbH gründete, wurde wenig später die Deutsche Soldatenzeitung in Deutsche National Zeitung umbenannt und ging zur Hälfte in den Besitz von Frey über. Im Jahr 1959 wurde Frey zum Chefredakteur und Herausgeber der Zeitung, die ihm seit 1960 vollständig gehört.
Mit zunehmendem Erfolg gelang es die
National - Zeitung
zum so genannten Zentralorgan der stark rechtslastigen Parteien, Vereine und Verbände zu machen.
Durch den Einsatz von prominenten Autoren und den gelegentlichen Gastbeiträgen von hoch gestellten Persönlichkeiten wird versucht, von den eigentlichen Kernthemen wie zum Beispiel der Stimmungsmache gegen Zuwanderung oder von den erkennbar revisionistischen Geschichtsinterpretationen abzulenken.
Die oftmals äußerst antisemitisch geprägten Artikel sowie der ostentative Standpunkt zum Holocaustmahnmal verhindern eine weit verzweigte Verbreitung in liberal oder bürgerlich denkenden deutschen Gesellschaftsschichten.
Gerhard Michael Frey verfügt über einen umfangreichen Immobilienbesitz und gilt als der Spiritus Rector der von ihm, in jeder Hinsicht, gesponserten Rechtspartei DVU.
Mehrfach hob Gerhard Michael Frey in seinen persönlichen Kolumnen die Freundschaft zu General Gehlen hervor, der ebenfalls mit amerikanischer Hilfe den deutschen Nachrichtendienst BND gründen durfte. Als ehemaliger Wehrmachtsoffizier pflegte vermutlich auch Reinhard Gehlen enge Kontakte zu Kameradschaftsverbindungen.
Trotz der üppigen finanziellen Möglichkeiten sowie seiner durchaus hervorragenden Verbindungen zu Politik und Wirtschaft gelang es Frey bis heute nicht, die DVU flächendeckend in den deutschen Parlamenten zu etablieren.
Als dann auch noch 1964 die Nationaldemokratische Partei Deutschlands - NPD - gegründet wurde, war damit eine Aufspaltung der rechtslastigen politischen Kräfte in Deutschland vorprogrammiert.
Ende 1983 wurden zusätzlich noch die Republikaner - REP - in München, von ehemaligen Mitgliedern der CSU, gegründet. Die drei rechtslastigen deutschen Parteien werden, nach wie vor, sehr unscharf und uneinheitlich als rechtskonservativ oder auch rechtsextremistisch eingestuft; je nachdem wie es die politische Lage in Berlin zu erfordern scheint, oder es genehm ist.
Nachdem erste Wahlerfolge der NPD und der REPs die Politiker in Bonn aufschreckten werden seit 1990 / 1991 die rechtslastigen Parteien in Deutschland vom Bundesamt für Verfassungsschutz beobachtet.
Obwohl zum Beispiel die NPD für einen autoritären Staat eintritt, der durch den Willen der Volksgemeinschaft regiert werden soll und das Parteiprogramm verschiedene nationalistische und antikapitalistische Aspekte beinhaltet, wird die Partei gerade in den Bundesländern mit den größten sozialen Brennpunkten sehr gerne gewählt.
Nicht ungeschickt wird in den Parteiveranstaltungen die deutsche Familie in den Vordergrund gestellt, in der die deutsche Frau - vor allem Hausfrau und Mutter - sein soll.
Das so genannte
Lebensmodell der Hausfrau
möchte die NPD sogar als Beruf gesetzlich verankert sehen.
Auch mit politischen Kernaussagen wie zum Beispiel
„Die Wirtschaft muss dem deutschen Volk dienen“
oder
„Der gesamte Grund und Boden ist Eigentum des Volkes“,
können die Politiker der NPD in vielen Gesellschaftsschichten punkten.
Gäbe es also so etwas wie eine
„Vereinte Rechte“
oder womöglich nur eine einzige rechtslastige Partei, die mit rhetorisch und dialektisch gut geschultem Personal auftreten würde, könnte nicht mehr ausgeschlossen werden, dass eine solche politische Kraft mit geschätzten 12% bis 16% in allen deutschen Parlamenten ihren Einzug feiern könnte.
Wenn sich strategisch geschickt eine konservative Rechtsbewegung auch noch von rechtsextremen Tendenzen absetzen könnte, würde sie vergleichbare Wahlerfolge wie die stetig abnehmende SPD einfahren und mit 23% bis 27% selbst die neuen Linken in Schach halten können.
Doch die recht mühsame Suche nach gemeinsamen Strategien wurde bis heute in den eigenen Lagern verhindert.
Viele Parteimitglieder und Sympathisanten aus den Parteien DVU, NPD und REPs sind treue Abonnenten und Leser der Veröffentlichungen aus dem Verlagsimperium von Gerhard Michael Frey.
In anderen Verlagen wie zum Beispiel Burda, Bertelsmann oder Springer werden aufwendige Abonnenten- und Leseranalysen angefertigt.
Warum sollte man sich im Verlagsimperium von Gerhard Michael Frey nicht solcher Marketingmethoden bedienen?
Diese und andere Fragen scheinen sich zunehmend immer mehr Parteimitglieder und Sympathisanten von den Parteien DVU, NPD und REPs zu stellen.
Gerade nach dem gefährlichen, hinterlistigen Anschlag auf Passaus Polizeichef
Alois Mannichl
werden die Friedliebenden in den rechtslastigen Parteien nachdenklich, weil durch solche überflüssigen Gewaltaktionen mutmaßlicher Rechtsradikaler ihre eigentlichen politischen Zielsetzungen automatisch mit der Gewalttat in Passau gleichgesetzt werden können und die Medien so etwas gierig aufnehmen.
Auch die mögliche Konsequenz eines Verbotes der rechtsextremen NPD durch das Bundesverfassungsgericht, rückt, sehr zum Bedauern des Zentralrates der Juden in Deutschland, allerdings bereits wieder in weiteste Ferne.
Bayerns Innenminister Joachim Herrmann und Ministerpräsident Horst Seehofer sprachen sich zwar erneut dafür aus. Doch deutete die vage Verbalakrobatik der beiden Länderpolitiker an, dass sie an einen Erfolg eines solchen Unterfangens selbst nicht recht glauben wollen.
Funktioniert also das von den Amerikanern in Gang gesetzte Unterlaufungs- und Überwachungssystemen doch noch?
Nach eigener Darstellung hat der deutsche Verfassungsschutz so genannte V - Leute in die rechtslastigen Parteien eingeschleust. Genau daran war der erste Verbotsversuch im Jahr 2003 vor dem Bundesverfassungsgericht gescheitert.
Könnte es also ein Innenminister in einer so politisch verfahrenen Situation verantworten weitere V - Leute einzusetzen?
Der Generalsekretär des Zentralrates der Juden in Deutschland,
Stephan Kramer,
bezeichnete die neue Diskussion um ein NPD - Verbot dagegen als populistisch und verlogen.
Mit der jetzigen Gesetzeslage sei ein Verbotsverfahren aussichtslos und ein erneutes Scheitern in Karlsruhe würde die NPD, nach der Meinung von Kramer, nur unnötig aufwerten.
Wesentlich gefährlicher als die NPD seien die Gruppierungen wie die Neonazi - Kameradschaften und der Nationale Widerstand, deren Beobachtung nach der Ansicht von Kramer aber „dramatisch vernachlässigt“ wird.
Möglicherweise fehlen Stephan Kramer noch die zielgerichteten, ergiebigen Kontakte zum Council on Foreign Relation in Washington, sonst wäre ihm bekannt, dass alle Rechtsausleger sich schon seit Jahren der systematischen Überwachung durch die USA erfreuen dürfen.
Anstatt das Versammlungsgesetz zu verschärfen oder willkürlich Vereinsverbote aussprechen, sollten deutsche Politiker dafür Sorge tragen, dass der Wohlstand der Bürger wachsen kann und Armut in jeder Form zu vermeiden bleibt.
Solche sinnvollen Maßnahmen
sind erfahrungsgemäß die beste Prävention gegen Rechtsradikalismus.
Die völlig naiven Vorstellungen von Unions - Fraktionsvize
Wolfgang Bosbach,
dass die ohnehin überlasteten Sicherheitsbehörden, „noch viel genauer“ auf das Internet als
„Radikalisierungsplattform“
der rechten Szene schauen sollten, zeigt gleichzeitig die Hilflosigkeit und Angst des ansonsten realitätsbezogenen CDUlers.
Die Wahren Ängste der Amerikaner
werden selbst durch den verstärkten Einsatz deutscher Verfassungsschutzämter nicht zu beseitigen sein.
So etwas erreicht man aber ausschließlich mit einer Politik,
in der die Arbeit gesellschaftlich gesehen eine Lebensnotwendigkeit ist und
daher so organisiert wird, dass sie von den Arbeitenden nicht vorwiegend als Last empfunden wird, sondern zu steigendem Wohlbefinden führt, die Persönlichkeit jedes Bürgers entwickelt und das Selbstwertgefühl erhöht.
Dann verschwinden auch
die amerikanischen Ängste ganz von allein.
DRSB
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für
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