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DRSB

Deutscher Rentenschutzbund e.V.

Redaktionsteam

Leitung:

Udo Johann Piasetzky Christian Hindahl

Düsseldorf, den 22. Mai 2009

 

 

Die Nachwehen der US - Kriege 
- Teil 55 -
Bedroht der Klimawandel die USA?

 

Das wirkliche Menetekel, das in der heutigen Zeit sowie in der Zukunft über Washington aufleuchten wird, ist die Ohnmacht mit ansehen zu müssen, wie durch die Naturgewalten immer größere Teile der USA regelrecht verwüstet oder gänzlich vernichtet werden.

Hier liegt von Anfang an die eigentlich tödliche Verwundbarkeit der selbstausgerufenen Hegemonialmacht.

Es dauerte immerhin bis tief ins Jahr 2008 hinein, dass endlich die politische Führung diese phänomenale Bedrohung vollumfänglich wahrnehmen wollte.

Denn eine neue, besonders heimtückische Fratze der Vernichtung wurde im Jahr 2008 sichtbar.

Erneut öffnete sich die unabwägbare Büchse der Pandora und zeigte den Mächtigen in Washington ihre Grenzen auf.

Ab 1953 bis 2005 trafen jedes Jahr, in der Zeit von Januar bis Februar, rund 40 bis 50 Tornados, die USA. Die durchschnittliche Anzahl dieser ökologischen Vernichter stiegen ab 2006 bis 2007 steil an.

2008 waren es bereits 368.

Betroffenen von stärkeren Hurrikanen und Überflutung sowie durch den steigenden Meeresspiegel sind vor allem jene amerikanischen Bürger, die weniger als 80 bis 100 Kilometer von den Küsten entfernt leben. Das sind nach dem heutigen Stand mehr als die Hälfte der Amerikaner. Nach Schätzungen der US - Behörden sollen schon 2025 mehr als drei Viertel der Bevölkerung in den höchst gefährdeten Zonen leben.

Die anhaltende Finanz- und Wirtschaftskrise wird höchstwahrscheinlich diese Entwicklung noch wesentlich forcieren können.

Trotzdem weigern sich die USA

noch immer das Kyoto - Protokoll zu ratifizieren.

Die Mächtigen in Washington finden es nämlich „sehr ungerecht“, dass Länder wie China oder Indien, die ihrer Ansicht nach die viel größeren CO2 - Verursacher sein sollen, von Teilen der Beschränkungen ausgenommen werden. Dabei verkennen die Machthaber in den USA, dass sie ein Volk von hemmungslosen Klimavergiftern sind.

Die Vereinigten Staaten von Amerika können trotz der aktuellen Krisen nicht von ihrer Sucht nach Energieverschwendung ablassen.

Quasi wie ein Feigenblatt, probt der Bundesstaat Kalifornien die Energiewende in der zurzeit noch größten Volkswirtschaft.

Mit bekannt „fröhlichen Optimismus“ sowie einer gigantische Portion Unkenntnis und Ahnungslosigkeit suchen amerikanische Forscher und Politiker nach Antworten auf die brennende Frage:

Wie können wir die

Klimaerwärmung verhindern und lustig weiterleben wie bisher?

Hört man diese Forscher reden, so traut man seinen Ohren nicht mehr, denn die USA sollen nach deren Ansicht den Naturschutz erfunden haben. Nun mag es im sonnigen, stets warmen Klima von Kalifornien möglich sein solch verquere Gedanken zu entwickeln, den Rest der Bürger helfen solche Comedyeinlagen der Forscher nicht weiter.

Bereits heute benötigen Serversysteme und deren Kühlanlagen mehr als 1,5% des erzeugten Stroms in den USA. Gemäß der eigenen Schätzungen der Energiewirtschaft wächst dieser „Markt“ auf bis zu 15% an. Eine solche Verzehnfachung ist sehr einfach erklärbar.

Bereits heute benötigt ein so genannter

Avatar“,

so nennt sich eine Spielfigur in der Internetwelt

Second Life“,

zu ihrem rein virtuellen Leben so viel Energie wie ein normaler Mensch aus Fleisch und Blut.

Selbst wenn irgendwann in ferner Zukunft, 20% des amerikanischen Stroms aus erneuerbaren Energie - Quellen stammen sollte, wird er womöglich gerade einmal die rasant ansteigende Zahl der

Avatar

am virtuellen Leben erhalten können.

Im Jahr 2007 haben höchst risikobehaftete Wagniskapitalfonds in Kalifornien circa

1,78 Milliarden US - Dollar in

„greentech“

[ grüne Technik ]

investiert, doch schon Mitte 2008 nahm diese Investionsfreude erheblich wieder ab.

Zu gering sind die kurzfristigen „Profitchancen“ mit Windkraft Geld zu verdienen.

Für die zu erwartenden Schäden der ungehinderten Klimaerwärmung müsste die

US - Wirtschaft bis 2030 bereits jedes Jahr mindestens 5% bis 8% des Bruttoinlandsproduktes aufbringen.

Aus heutiger Sicht ein völlig unmögliches Unterfangen, denn der radikale Abbau von  Industrieproduktionen und die systematische Vernichtung von Langzeitarbeitsplätzen zeigen jetzt schon ihre böse Folgen.

Sollte sich die Automobilindustrie noch länger in der Selbstauflösungsphase aufhalten, wird vermutlich dieser notwendige Kraftakt zur

Mission impossible“.

Auch die standhaftesten Hoffnungsverkünder aus dem Weißen Haus werden in dieser Situation nicht mehr weiterhelfen können.

Ginge jeder US - Bürger täglich rund 30 Minuten zu Fuß oder würde mit dem Fahrrad fahren, statt sein Hinterteil im Auto durch die Gegend zu schaukeln, könnten mehr als

3 Milliarden Pfund überschüssiges Fett

verbrannt werden.  

Ein unglaublicher Beitrag zur Volksgesundheit sowie zur erheblichen Reduzierung der Gesundheitskosten.

Gleichzeitig würden die CO2 - Emissionen um gigantische

64 Millionen Tonnen pro Jahr

absinken, dass entspricht in etwa der Menge an CO2 - Emissionen die in Finnland jährlich produziert wird. Diese Zahlen beruhen auf wissenschaftliche Erhebungen amerikanischer Universitäten [ z.B. Washington University in St. Louis ].

Man weiß also sehr genau in Washington wie was funktionieren könnte, ohne dass man wieder andere Staaten ungerecht desavouiert oder zur Kostenbeteiligung auffordert.

Viel lieber macht man aber sinnlose statistische Spielereien und gaukelt der eigenen Bevölkerung vor, dass jede Kilowattstunde Strom, die zum Beispiel die Informations- und Kommunikationstechnologien verbrauchen, zehnmal so viel Energie einsparen, weil Online - Shopping weniger Energie verbraucht als eine Fahrt zur nächsten Einkaufszentrum.

Die DRSB - Leser, die solche Aussagen für verspätete, unangebrachte Aprilscherze der

DRSB - Redaktion halten, können, natürlich mit der Hilfe von Google auf der Internetseite beim

American Council for Energy Efficient Economy,

rund um die Uhr nachsehen, wie US - Bürger regelrecht durch den Kakao gezogen werden.

Und das, obwohl seit den letzten Umweltkatastrophen in den USA jeder dritte Amerikaner sich für Umweltschutz zu interessieren scheint.

Die US - Medien vernachlässigen das leidige Thema Umweltschutz, weil das weder mehr Leser, Hörer oder Zuschauer bringt. Die Wirtschaftskonzerne wollen keine Interviews oder gar Fernsehdebatten über Klimaerwärmung in den Medien sehen, denn Produkte verkaufen sich viel besser mit guten Nachrichten und dem so genannten Dudelfunk, der pausenlos mit Musik die Bürger berieselt.

Durch die anhaltende Finanz- und Wirtschaftskrise rücken ohnehin Themen wie

Irak - Krieg, Sozial- und Krankenversicherung, preiswerter Wohnraum

sowie

sichere Arbeitsplätze

in den Fokus des täglichen Interesses.

Fahrradfahren oder zu Fuß gehen ist dann nicht mehr vorrangig angesagt, denn die Fahrradproduktion in den USA ist überschaubar und teure Importe von tauglichen Fahrrädern würde das Außenhandelsdefizit nur noch weiter belastend steigern.

In den USA geht zwar jeden Tag die Sonne auf, aber der Klimawandel lässt diese Freude in den kommenden Jahren verblassen.

368 Tornados

im Jahr 2008 lassen deshalb die Vermutung zu, dass demnächst unüberschaubare Sturmschäden aus den USA, auch bei deutschen Erst- und Rückversicherungskonzernen eingehen werden.

Wie aber können sich schon heute

aktuelle und zukünftige deutsche Rentenbezieher vor Folgeschäden aus den USA wirksam schützen?

Ganz einfach:

Beim nächsten Abschluss einer Sachversicherung den Versicherungsberater der Versicherungsgesellschaft fragen, wie viele Risiken sein Konzern in den USA gezeichnet hat.

Sind das, gemessen am Gesamtbeitragsaufkommen, mehr als 20%, so könnte bereits zum nächsten

Tornadofestival oder Hurrikankonzert

auch dieser deutsche Versicherungskonzern fürchterlich zur Ader gelassen werden.

So etwas hat immer zur Folge, dass die Beiträge für die Versichertengemeinde drastisch erhöht werden müssen.

Die USA stehen am Beginn einer Klimarevolution.

Die Mehrheit der Bevölkerung weiß es nur noch nicht. Die Menschen in den USA spüren aber, dass da etwas Ungutes auf ihr Land zurollt.

Im Jahr 2009 noch ein paar Wirbelstürme mehr und dann Anfang 2010 eine kleine Steigerung der Tornados um 10%, würden nach der Einschätzung amerikanischer Wissenschaftler ausreichen, der geschwächten US - Wirtschaft den Rest zu geben.

Ein höchst bedenkliches Zeichen wird von den US - Medien noch nicht registriert oder womöglich gezielt verdrängt.

Vorausschauende amerikanische Kapitalanleger ziehen, leise still und heimlich ihr Geld bereits aus den USA ab.

Die Börse an der Wall Street erkennt diese Entwicklung, findet aber kein taugliches Mittel um noch erfolgreich gegenzusteuern zu können.

Diese unterschwelligen Diskrepanzen zwischen der Hoffnungsverkündung einerseits und der harten Realität andererseits werden das Land der unbegrenzten Möglichkeiten bis zum Zerreißen herausfordern.

Der unaufhaltsame Klimawandel bedroht die USA, einen Feind,
den selbst die schlagkräftigste Armee der Welt nicht besiegen könnte.

 

 

             

 

 

DRSB

 

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