Sie sind hier:  » »Die Nachwehen der US - Kriege« » »Die Nachwehen der US - Kriege« - Teil 67 - Overthrow [ umstürzen ]
 

DRSB

Deutscher Rentenschutzbund e.V.

Redaktionsteam

Leitung:

Udo Johann Piasetzky Hans - Josef Leiting Heinrich Sternemann

Düsseldorf, den 04. Januar 2010

 

 

Die Nachwehen der US - Kriege 
- Teil 67 -

Overthrow

[ umstürzen ]

 

Allein schon die Tatsache, dass unter europäischen Politikern zurzeit emotionslos diskutiert  wird, ob Westeuropa und Deutschland die US - Finanz- und Wirtschaftskrise relativ unbeschadet überstehen wird, zeigt sehr deutlich, mit welcher Geschwindigkeit die Bedeutung der USA für die Weltkonjunktur nur im letzten Jahr abgenommen hat.

„Wenn die US - Wirtschaft hustet,

bekommt Europa eine Lungenentzündung“.

Mit solch „platten“ Sprüchen versuchten noch im Jahr 2008 einige amerikahörige Atlantik - Netzwerker in Europa und Deutschland Schocks auszulösen, damit die Europäer untertänigste kostenfreie Finanz- und Wirtschaftshilfen anboten.

Der Wind hat sich seit den kuriosen Vorgängen um die Adam Opel GmbH gedreht. Auch die Verlautbarungen der Daimler AG, die so genannte C - Klasse demnächst in den USA fertigen zu lassen, hat das ehemals amerikafreundliche Klima rigoros verändert.

Dank der Aktionen von

Dieter Zetsche

[ Vorstandsvorsitzender / Daimler AG ]

und

Edward Whitacare

„Big Ed“ [ GM ],

erkennen in unserer Heimat immer mehr Menschen die wahren Absichten der Mächtigen in den USA.  

Heute befürchten die Menschen in Europa und besonders in unserer Heimat, dass die USA nach der  

Lungenentzündung der amerikanischen Wirtschaft

nicht direkt versterben müssen.

Das mit der US - Hypothekenkrise begonnene Wirtschaftsdesaster der USA hält zwar noch immer die Finanzwelt und die Wirtschaftsexperten in Atem, doch vielen ist schon seit Oktober 2009 völlig klar, wie das wirtschaftliche Schicksal der USA enden muss.

Denn die Tage, in denen die USA das wirtschaftliche Schicksal der Welt bestimmen konnte, sind gezählt.

Und schon bald heißt es

Abschied nehmen von Amerika“.

Von der Ideologie und dem persönlichen Druck der Atlantik - Brücke befreite Wirtschafts- und Politikexperten wissen, dass die Wirtschaft in unserer Heimat fundamental gesund ist und die mittelständische Industrie auch in der Zukunft weiter sichere Arbeitsplätze schaffen wird.

Wir werden in unserer Heimat deshalb auch 2010 solide weiterwachsen können, wenn die Berliner Politiker uns wachsen lassen und die Atlantik - Netzwerker diese Entwicklung nicht sabotieren.

Aufgrund des enormen Wachstums, vor allem in Asien und Osteuropa hat die Wirtschaft der USA dramatisch an Bedeutung für die Weltwirtschaft verloren.

Noch Anfang der 1960er Jahre machte die Wirtschaftsleistung der USA rund 40% der globalen Wirtschaftsleistung aus. Heute ist dieser Wert auf unter 20% abgesunken und bewegt sich unaufhaltbar auf die 10% - Marke zu.

Die vom DRSB e.V. ab 1993 so genannten

BIRC - Länder

[ Brasilien, Indien, Russland und China ]

haben heute bereits zusammen gerechnet einen deutlich höheren Anteil am Welthandel als die USA.

Und deren Wirtschaftswachstum ist kräftig und stabil, obwohl diese Länder natürlich auch unter den ungebremsten und unkontrollierten US - Dollar - Vermehrungen zu leiden haben.

Die Wirtschaft in

Brasilien, Indien, Russland und China

[ BIRC - Länder ]

boomt weiter und ist schon längst nicht mehr nur von den desaströsen wirtschaftlichen Entwicklungen in die USA abhängig.

Davon könnten auch

die Menschen in unserer Heimat profitieren.

Und dieser seit mehreren Jahren leicht zu erkennende, anhaltende Wirtschafttrend der Kräfteverschiebung dürfte sich zu Ungunsten der USA fortsetzen, denn in den

BIRC - Ländern

[ Brasilien, Indien, Russland und China ]

funktioniert die von den USA seit 1893 praktizierte so genannte

Overthrow - Taktik

[ Umstürz - Taktik ]

nicht mehr.

Obwohl der recht mutige ehemalige Korrespondent der New York Times,

Stephen Kinzer,

mit seinem durchaus interessanten Buch

Overthrow

[ America's Century of Regime Change from Hawaii to Iraq ]

den Versuch unternahm, die Vorgehensweise der Mächtigen in Washington zu analysieren und das fragwürdige politische Agieren in drei Phasen unterteilte, hat er als amerikanischer Staatsbürger doch nicht tief genug gebohrt, so dass sein Buch in der Breite der Masse in Europa nicht gelesen wurde.

Aus seiner Sicht ist sein Verhalten als Autor verständlich, denn

Stephen Kinzer

möchte höchstwahrscheinlich in seinem Land unbehelligt leben dürfen.

Für interessierte DRSB - Leser sei angemerkt, dass

Overthrow

als Taschenbuchausgabe in unserer Heimat für rund 12,00 Euro zu erwerben ist und sich das Lesen lohnt, denn auch die weiterführende Analyse des DRSB e.V. lässt viele merkwürdige wirtschaftliche Vorgänge [ siehe Daimler oder Opel ] auch in unserer Heimat in einem völlig anderen Licht erscheinen.

Gemäß der Recherchen und Analyse von Stephen Kinzer liefen die Beutezüge der USA von Hawaii 1893 bis zum Irak 2003 immer nach dem gleichen politischen Strickmuster ab.

Phase 1

In der ersten Phase sehen die Mächtigen in Washington einen in den USA beheimateten

Megakonzern durch eine ausländische Regierung bedroht. Diese Bedrohung kann zum Beispiel sein, dass das amerikanische Unternehmen aufgefordert wird, die geltenden Vorschriften für Arbeitsrecht oder den Umweltschutz einzuhalten.

Als besonders verwerflich wird die Aufforderung zum regelmäßigen Steuerzahlen bewertet.

Und den Gipfel der Unverschämtheit erreichen, aus der Sicht der USA Regierung, diejenigen Regierungen, die amerikanischen Unternehmen Subventionen oder sonstige Staatshilfen dauerhaft verweigern oder es sogar wagen, mit einer Verstaatlichung zu drohen.

Phase 2

Die Mächtigen in Washington interpretieren die vorgenannten Verhaltensweisen von ausländischen Regierungen als Angriff auf die USA. Die verantwortlichen Politiker werden schikaniert, drangsaliert oder lächerlich gemacht, wo immer sich eine gute Gelegenheit dazu bietet.

Reichen die medialen Attacken nicht aus, dann wird massiv gedroht. Durch dieses immer wiederkehrende Szenario verwandeln die Mächtigen in Washington die rein ökonomische Problemstellung in eine politische oder geostrategische Dimension und verzerren völlig  die Realität.

Den verantwortlichen Politikern der ausländischen Regierungen wird undemokratisches Verhalten, Schädigung der USA oder Tendenzen zum diktatorischen Faschismus unterstellt.

Wer in der Phase 2 nicht einlenkt oder einbricht, lernt die „Freundschaft“ der Mächtigen in Washington in der Phase 3 kennen.

Phase 3

Mit der tatkräftigen Hilfe der Medien sowie der Filmemacher in Hollywood wird den Menschen in den USA die Notwendigkeit eines sofortigen Eingreifens wärmstens verkauft.

Dabei schreckt man nicht zurück, selbst Nato - Partner holzschnittartig in gute und böse Regierungen zu unterteilen.

Bei Diktaturen oder Königreichen hat man es in Washington wesentlich leichter. Denn bedingt durch diese Regierungsformen kann man wesentlich besser die Märchen von Unterdrückung und von der Brutalität der Regime glaubhaft aufbauschen.

Mit der Unterstützung solch verwerflicher Massenprojektionen fällt es den Mächtigen in Washington sehr leicht, militärische Interventionen durchzuführen.

Phase 4

Nach einer militärischen Intervention werden die Menschen in den okkupierten Ländern zunächst grob in zwei Lager eingeteilt.

Amerikafeindlich oder amerikafreundlich.

Parallel dazu nehmen die NGO´s [ englisch: Non - Governmental Organization / deutsch: Nichtregierungsorganisation ] ihre Arbeit auf und versuchen die rasche Umpolung auf amerikanische Verhaltens- und Verwaltungssysteme.

Nach einem vorgegebenen Selektionsverfahren werden in allen Gesellschaftschichten Menschen rekrutiert, die, wenn es möglich erscheint, in den USA umgebildet und ausgebildet werden [ so genannter Freundschaftsaustausch ].

Gleichzeitig besetzt man wichtige Regierungsämter mit Personen, die bereits zu den amerikanischen Netzwerken und Freundschaftskreisen gehören und ihre Ausbildung in den USA absolviert haben.

Mittelständische Unternehmer werden ausschließlich nach ihrem loyalen Verhalten gegenüber den USA beurteilt und erhalten nach einer Freigabe die Möglichkeit, mit amerikanischen Konzernen Handel zu treiben oder sonstige Kooperationen zu bilden.

Kritische Unternehmer stuft man als gefährlich ein, so dass man einen glaubwürdigen Vorwand für die Isolation vorweisen kann.

Phase 5

Nach den Bereinigungsarbeiten in der Phase 4 beginnt man zügig mit dem Aufbau von Atlantik - Netzwerken  und so genannten Freundschaftskreisen [ zum Beispiel Amerika  Häuser oder amerikanische Frauenclubs ].

Kinder und Jugendliche aus diesen gesellschaftlichen Strukturen werden gezielt zum Schüler- oder Studentenaustausch in die USA geholt und durch ausgesuchte Personen betreut.

Nach erfolgten Universitätsabschlüssen erhalten diese jungen Menschen unverzüglich Anstellungen bei amerikanisch dominierten Unternehmen.

So wird sicher gestellt, dass im Laufe der Zeit die gewünschte Ideologie und Philosophie ihren Weg sowie ihre Verbreitung in alle Gesellschaftschichten findet.

Phase 6

Aus diesen so genannten jungen Führern [ young leaders / siehe hierzu auch: Das Brauksiepe - Syndrom ] bildet man die zukünftigen Führungseliten für wirtschaftliche sowie für politische Ämter.

Durch die schleichende Unterlaufung aller gesellschaftlichen Institutionen wird faktisch sicher gestellt, dass antiamerikanische Tendenzen oder Entwicklungen im Keim erstickt werden können und man auf Dauer die okkupierten Länder regelrecht aussaugen kann.

Wie der ehemalige Korrespondent der New York Times,

Stephen Kinzer,

völlig richtig recherchierte, ist der Drang diese Unterdrückungsmethoden auszuweiten besonders ausgeprägt bei amerikanischen Politikern, die direkt aus der Wirtschaft in die Politik nach Washington überwechselten.

Schaut man sich kritisch die amerikanische Regierungsbank mit den verantwortlichen Ministern und politischen Beratern an, so fällt die Liste von derjenigen, die vorher nicht in der Wirtschaft tätig waren, wesentlich kleiner aus.

Die Interessen dieser Politikerkaste sind an den Ausbeutungsmöglichkeiten anderer Länder ausgerichtet. Man wünschst sich bei den „Partnerstaaten“ stabile, profitable Verhältnisse, unter denen man gefahrlos die eigennützigen Geschäfte betreiben kann.

Dazu benötigt man profitstarke Branchen oder reichlich Bodenschätze, die man nachhaltig zur Stabilisierung der eigenen Wirtschaft ausnutzen und einsetzen kann.

Damit man vor bösen Überraschungen geschützt ist, schafft man sich im Laufe der Zeit willfährige Gewerkschaften, Parteien und freizügige Investitionsgesetze.

Ist dieser Status erreicht, werden die Voraussetzungen für prekäre Arbeitsbedingungen gelegt, damit man auf Dauer ängstliche und gefügige Arbeitnehmer hat.

In unserer Heimat hat diese von Stephen Kinzer ausführlich beschriebene

Overthrow - Taktik

[ Umstürz - Taktik ]

bis heute problem- und reibungslos funktioniert [ siehe hierzu die Beschreibungen zum Thema „Brauksiepe - Syndrom“ ].

In den so genannten

BIRC - Länder

[ Brasilien, Indien, Russland und China ]

hat diese perverse Taktik bis heute versagt.

Möglicherweise gelingt es ja mit der Hilfe der Aufklärung, die Wirkungsmöglichkeiten auch in unserer Heimat erheblich einzudämmen.

Denn ein weiteres Zuwarten bis das Wirtschaftsystem der USA völlig kollabiert, birgt die Gefahr, mit in den Abgrund gerissen zu werden.


 

DRSB

 

Wir kämpfen seit 22 Jahren mit der Stimme der Demokratie

für

einen modernen Sozialstaat,

sichere, langfristige Arbeitsplätze,

sinnvolle, gerechte und lernfähige Rentensysteme,

sichere, gerechte und leistungsfähige Sozialsysteme,

und für

korruptionsfreie Demokratie in Deutschland und der EU.



             

DRSB e.V.
Deutscher Rentenschutzbund e.V.

Ikenstraße 8
40625 Düsseldorf
(Verwaltungssitz)
eMail: drsb@deutscher-rentenschutzbund-ev.de
Website: http://www.deutscher-rentenschutzbund-ev.de
Impressum

Wer wir sind
Sitemap
Links

Spenden für ein nutzmehrendes
deutsches Rentensystem