DRSB
Deutscher Rentenschutzbund e.V.
Leserbriefe
von
DRSB - Lesern
Meerbusch, den 29. August 2007
Täglich erreichen die DRSB - Redaktion Leserbriefe, die sich mit den DRSB - Artikeln auseinander setzen.
Bis heute hat der DRSB e.V. keine anonymisierten Leserbriefe auf der Website allen
DRSB - Lesern zugänglich gemacht.
Da sich die Veröffentlichungswünsche wöchentlich verstärken und die DRSB - Redaktion die Namen und Anschriften der Verfasser kennt und überprüft hat, werden wir mit dem Beginn der 35. Kalenderwoche 2007 jeweils bis zu 3 Leserbriefe im Internet darstellen.
Die Leserbriefe wurden nach Themengebiete aufgeteilt und die heutigen Leserbriefe wurden von der DRSB - Redaktion nach einem Zufallsgenerator ausgewählt.
Der DRSB e.V. versichert allen Lesern, dass der Wunsch nach Anonymität respektiert und gewahrt bleibt.
1. Leserbrief / anonymisiert
Deutscher Rentenschutzbund e.V.
zu Hd. des Vorstandes
Rudolf - Lensing - Ring 75
40670 Meerbusch
XXXXXXX, den 21. August 2007
„Dampf ablassen … “
Sehr geehrter Herr Piasetzky,
sehr geehrter Herr Kallen,
sehr geehrter Herr Leiting,
sehr geehrter Herr Sternemann,
seitdem ich als Abonnent von MARKT INTERN auf Ihren Internetauftritt aufmerksam wurde, ist es mir täglich ein ausgesprochenes Vergnügen, Neuigkeiten aus der Welt der Rente und der Politik zu erfahren.
Erst danach widme ich mich der Tagespresse.
Ihre Sichtweise, Sachlichkeit und messerscharfen Analysen sowie ihre perspektivischen Betrachtungen faszinieren mich immer wieder aufs Neue.
Der direkte Vergleich Ihrer Nachrichten mit denen in der Presse macht mich ernsthaft betroffen und nachdenklich.
Dass die SPD und die Grünen das DRSB-9-Punkte-Programm geklaut und abgewandelt als Rüruprente herausgebracht haben, ist an Dreistigkeit kaum noch zu überbieten.
Würde die SPD Ihre Kritik zu den Auswirkungen der fatalen Abwandlungen Ihres Originalprogramms übernehmen, so würde die SPD an dem Projekt 18 arbeiten, worauf die FDP hinarbeiten wollte.
Den Grünen wird das Thema Rente wegen „wichtigerer“ Zukunftsfragen erst gar nicht zugerechnet.
Nach meiner Überzeugung ist den Grünen das Thema Rente sowieso völlig egal.
Warum die CDU Ihre Kritik nicht aufgegriffen hatte, ist mir auch erst im Nachhinein klar geworden.
Aber warum von Ihnen in den Medien nichts zu lesen und zu hören ist,
verdanken Sie sicherlich der Vereinigung Atlantik - Brücke e.V..
Vielleicht ist dies auch eine zu gewagte These?
Vielleicht auch nicht?
Ich bin einfach nur noch schockiert.
Auch von den von mir vertretenen Versicherungen habe ich von Ihnen nichts gehört.
Ihre Veröffentlichungen können doch nicht spurlos an den Versicherungskonzernen vorbei gelaufen sein!
Oft erlebe ich es, dass meine Kunden wegen des Wirrwarrs der Riester- und Rüruprente völlig verunsichert mein Büro verlassen, ohne das es zu einem Vertragsabschluss kommt.
Mit dem von Ihnen vorgestellten Vorschlag einer sinnvollen Altersvorsorge würde mir es wieder Spaß machen, meine Kunden zu diesem Thema zu beraten.
Machen Sie bitte weiter so!!!!
Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie auszugsweise oder ganz meinen Brief auf Ihrer Internetseite veröffentlichen würden.
Da ich in der Versicherungsbranche meine Brötchen verdienen muss, bitte ich um eine anonymisierte Darstellung.
Falls Sie meinen Brief nicht veröffentlichen wollen, habe ich mir wenigstens den Frust von der Seele geschrieben.
Ich freue mich auf weitere interessante Analysen und Enthüllungen vom DRSB.
Mit freundlichen Grüßen
DER VERFASSER
PS: Ihre Arbeit verdient Unterstützung und Hochachtung!!!!
2. Leserbrief / anonymisiert
Herrn
Udo Piasetzky
Präsident des
Deutscher Rentenschutzbund e.V.
Ikenstrasse 8
40625 Düsseldorf
XXXXXXX, den 17. August 2007
Betrifft: Meckies in Deutschland
Sehr geehrter Herr Piasetzky,
Ihre Veröffentlichungen von Meinungen Ihrer engagierten Leser veranlassen mich, Ihnen einmal meine praktischen Erfahrungen mit den „lieben Meckies“ darzustellen.
Beim Lesen Ihrer Artikel zu dem skandalösen Vergehen der Meckies werden bei mir immer wieder Erinnerungen an das Vorgehen in meiner ehemaligen Firma wach.
Wenn ich mich an die aalglatten Besserwisser mit ihren allmorgendlich frisch gebügelten Manschettenhemden und ihren Designer-Anzügen erinnere, wird mir heute noch schlecht.
Das Anmarschieren der Typen konnte man schon aus der Entfernung erkennen.
Die Frischlinge von den Universitäten packten jeden Morgen ihren Laptop aus und begannen mit ihren stereotypen vorgebenden Analysen und Allerwelts-Befragungen und machten auf ganz wichtig.
Dass ich mir mit meinem Wissen, welches später als Meckie-Analysen zum Vorschein kam und hoch bezahlt wurde, meinen eigenen Job wegrationalisiert habe, hätte ich mir damals nicht träumen lassen.
Mit der sinnlosen Geldverschwendung für die super „tollen“ Analysen hätte man meinen Arbeitsplatz und die vieler meiner ehemaligen Kollegen bis zur Pensionierung locker bezahlen können.
Die gleichen Verbesserungsvorschläge von meinen Kollegen und mir gegenüber dem Vorstand wurde zuvor als Humbug vom Tisch gewischt.
Dass der damalige Vorstand meiner Firma selbst ein „Meckie“ war, habe ich von einem Kollegen aber erst später erfahren.
Es ist mir dann wie Schuppen von den Augen gefallen, was mit dem Vorgehen der Meckies eigentlich nur bezweckt wurde.
Meine schriftliche Stellungnahmen und Berichte an den Aufsichtsrat zu dem Vorgehen der Meckies blieben immer unbeantwortet. Auch von den Medien in meiner Heimatstadt wurde über das skandalöse Vorgehen des Vorstandes und der Meckies nicht berichtet.
Da ich im Alter von XX Jahren meinen Arbeitsplatz verloren habe, ist es sicherlich nachvollziehbar, dass es damals für eine Pensionierung zu früh und für eine neue feste Arbeitsstelle zu spät war.
Nach einer Zeit langer Arbeitslosigkeit habe ich mir eine Selbständigkeit als XXXXXXX aufgebaut.
Mit meinen Veröffentlichungen hatte ich mir meine berufliche Zukunft verbaut. Trotzdem bin ich froh, diesen Weg gegangen zu sein und bereue nichts.
Ihre Veröffentlichungen über die kalten und emotionslosen „Gewinner“ der Globalisierung machen mir wieder Mut, mit meiner Einstellung nicht allein zu sein.
Warum damals die Medien nichts von meinen Enthüllungen berichtet haben, ist mir erst durch Ihre Berichterstattung klar geworden.
Sollten Sie meinen Brief veröffentlichen wollen, bitte ich Sie ihn in unkenntlich zu machen.
Mit freundlichem Gruß
DER VERFASSER
3. Leserbrief / anonymisiert
Deutscher Rentenschutzbund e.V.
Herrn RA Andreas Kallen
Rudolf - Lensing - Ring 75
40670 Meerbusch
XXXXXXX, den 22. August 2007
Ihre Artikel zum Thema: Bündnis 90 / Die Grünen
Sehr geehrter Herr Kallen,
wegen meiner langjährigen Mitgliedschaft in Bündnis 90 / Die Grünen bin ich in meiner Ortsgruppe als „Fundi“ verschrien.
Des Öfteren diskutieren wir über Ihren Internetauftritt.
Nicht alle Ihre Vorstellungen werden von uns geteilt. Einige finden aber Ihren Schreibstill, wie Sie sachbezogen die Themen anpacken, aller Ehren wert.
Das Thema Riesterrente spukt nun ja schon einige Jahre herum. So richtig versteht es anscheinend in meiner Partei keiner.
Ihre Schreiben an unsere Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages,
Frau Katrin Göring - Eckardt,
habe ich mit Erstaunen zur Kenntnis genommen.
Die Aussage, dass sie anstelle einer Politikerpension lieber eine Riesterrente haben möchte, hat auch mich sehr verwundert.
Völlig unbekannt war mir, dass
Katrin Göring - Eckardt
im Vorstand der Vereinigung der Atlantik - Brücke e.V. tätig ist und habe mich mit dem Thema intensiv auseinandergesetzt.
Die Existenz dieses Vereins war mir nicht bekannt.
Mit engen Vertrauten sprach ich über folgende Gedanken:
Ist Katrin im Vorstand der Vereinigung Atlantik - Brücke e.V. weil sie Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages ist oder ist Katrin Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages weil sie im Vorstand der Vereinigung Atlantik - Brücke e.V. ist?
Würde sich Heinrich Böll im Grabe umdrehen, wenn es wüsste, dass unter seinem Namen als Grünen - Stiftung die neoliberale Vereinigung Atlantik - Brücke e.V. unterstützt wird?
Wurde der berühmte Name unseres Nobel-Preisträgers für niedrige Interessen der Partei missbraucht?
Ist der Verein Atlantik Brücke e.V. etwa ein Sammelbecken für neoliberale Strömungen der „Eliten“ aus den etablierten Parteien?
Begehen wir „Grünen“ bei einer Mitgliedschaft in der Atlantik - Brücke Verrat an den Idealen unserer Partei?
Dient die Teilnahme unserer „Frontleute“ an Demonstrationen nur nach als Opium für die Basis der Partei?
All diese Fragen versetzten mich in Angst und Schrecken über die Entwicklung der Grünen.
So langsam wird mir auch immer klarer, warum Sie gegen die Grünen so massiv „anstinken“.
Machen Sie bitte weiter so. Ich glaube, Sie liegen richtig.
Ich habe daraus meine persönlichen Konsequenzen gezogen und trete aus der Partei aus.
Ich stelle Ihnen anheim, anonym meinen Protest auf Ihrer Internetseite zu veröffentlichen.
Mit vorzüglicher Hochachtung
DER VERFASSER
DRSB,
Wir kämpfen seit 19 Jahren mit der Stimme der Demokratie
für
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sichere, gerechte und leistungsfähige Sozialsysteme,
und für
korruptionsfreie Demokratie in Deutschland und der EU.