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DRSB

Deutscher Rentenschutzbund e.V.

 

DRSB e.V. • Ikenstraße 8 • 40625 Düsseldorf

Herrn

Niels Nauhauser

 

Verbraucherzentrale Baden - Württemberg e.V.

Paulinenstraße 47

D - 70718 Stuttgart

Düsseldorf, den 02. Juli 2008

 

Zweites offenes Schreiben an

Herrn Niels Nauhauser

„Produktmanager Finanzdienstleistungen“

 der Verbraucherzentrale Baden - Württemberg e.V.

 

 

Verbraucherschutz im absoluten Grenzbereich?

Hier: Ihr Finanzhai - Video / Neulich bei der Finanzberatung…

 

Sehr geehrter Herr Nauhauser,

 

der Deutsche Rentenschutzbund e.V. ist bekannt für die stets konsequenten Durchleuchtungen und objektiven Berichterstattungen.

Solange sich die deutschen Verbraucherzentralen als unabhängige und seriöse Verbraucherschützer darstellen konnten, hat der DRSB e.V. dieses Vorgehen begrüßt sowie in Einzelfällen flankierend unterstützt.

 

Ihre zeitverzögerte Berichterstattung zu den Riesterrenten - Debakeln haben wir noch tolerieren können, da sie zumindest in Teilbereichen für aktuelle und zukünftige Rentenbezieher eine, wenn auch nur eine dürftige, Hilfestellung anbieten konnte.

Bedauerlicherweise erhielt der DRSB e.V. Ihr Antwortschreiben vom 11. September 2008 erst durch Ihre Faxübermittlung am 29. September 2008.

 

Die darin von Ihnen gegebenen Antworten zu den Fragen des DRSB e.V. hätten wir sehr gerne allen DRSB - Mitgliedern sowie allen DRSB - Lesern zur Kenntnis gebracht, zeigen sie doch in recht eindrucksvoller Weise Ihre womöglich ungeschminkte Grundeinstellung zur deutschen Versicherungswirtschaft.

Leider fehlt uns bis heute Ihre schriftliche Zustimmung zur Veröffentlichung auf der Ihnen bekannten DRSB - Internetseite.

 

Die noch ausstehende schriftliche Zustimmung zur Veröffentlichung wird aber für die DRSB - Juristen umso verständlicher, wenn man auf Ihrer Homepage oder auf youTube,  Ihr so genanntes Finanzhai - Video

„Neulich bei der Finanzberatung…“

sieht und kritisch durchleuchtet.

Der DRSB e.V. vermeidet aus Respekt vor jüdischen Mitbürgern und aus ethisch moralischen Gründen jeden Vergleich mit den rigiden Propaganda - Methoden, die in den Jahren 1933 bis 1945 die Ihnen sicherlich bekannten menschenverachtenden Auswirkungen hatten.

Doch Ihr Finanzhai - Video lässt bei vielen seriösen deutschen Maklern und Versicherungsvermittlern die beklemmende Erinnerung an diese unsäglichen Zeiten wieder wach werden.

Selbst wenn Sie mit Ihrem unflätigen Finanzhai - Video lediglich die fragwürdigen Methoden der Strukturvertriebe aufdecken wollten, haben Sie aus der Sicht des

DRSB e.V. die Grenze des guten Geschmacks überschritten und streifen den strafrechtlichen Sektor.

Die Vertriebsmethoden von AWD, Bonnfinanz, DVAG, FINUM, MLP, OVB, Zeus oder vergleichbaren mutationsmäßigen Abspaltungen kann man mit fairen und legalen journalistischen Mitteln offenlegen, so dass jeder Bürger die Chance erhält, seine Anlageentscheidung für die Altersvorsorge objektiv treffen zu können.   

Als überwiegend mit öffentlichen Mitteln [ Steuergeldern ] der Länder, Kommunen und des Bundes finanzierte, gemeinnützige Organisation sind Sie diesmal zu weit gegangen.

Oder ist Ihre unflätige Aktion eine gezielte Strategie und nur der Auftakt zur Jagd auf die deutsche Versicherungswirtschaft?

Frei nach dem Motto:

„Probieren geht über Studieren“.

Seit geraumer Zeit erhält der DRSB e.V. fundierte Informationen darüber, dass Ihre Verbraucherzentrale auch systematisch Finanz- und Versicherungsprodukte anbietet.

Dies könnte auch die Erklärung dafür liefern, dass die von Ihnen bekleidete Position in der VZBW, ähnlich wie bei den meisten Strukturvertrieben, mit der Bezeichnung

„Produktmanager Finanzdienstleistungen“

umschrieben wird.

Womöglich enttarnt Ihr Finanzhai - Video, völlig ungewollt, frühzeitig die tatsächlichen Gewinnerzielungsabsichten der deutschen Verbraucherzentralen.

Die Jungfräulichkeit der Unabhängigkeit würde damit blitzartig verloren gehen.

Es wäre zwar verständlich, dass durch Umsatzerlöse die öffentlichen Mittel von

[ Steuergeldern ] der Länder, Kommunen und des Bundes geschont werden könnten, doch damit verbunden ist auch die sofortige Aufgabe des Unabhängigkeitsstatus sowie der mögliche Verlust der Gemeinnützigkeit.

 

Das unflätige Finanzhai - Video löst somit eine Menge Fragen aus:

Wurden Sie schon vom Zentralrat der Juden in Deutschland abgemahnt?

Wie hoch sind die Umsatzerlöse der VZBW

aus Beratungs- und Vermittlungsgeschäften von Januar bis Juni 2009?

Wie hoch waren die Umsatzerlöse der VZBW

aus Beratungs- Vermittlungsgeschäften im Jahr 2008?

Was beabsichtigen Sie wirklich mit Ihren getätigten Aussagen?

Wollen Sie tatsächlich den seriösen

deutschen Maklern und Versicherungsvermittlern unerlaubte Konkurrenz machen?

Mit welchen Politikern wurde Ihr Finanzhai - Video vor dem Erscheinen abgestimmt?

Wer trägt außer Ihnen die Verantwortung für diese vermeintliche Straftat?

Wurde Frau Bundesministerin Ilse Aigner

bereits über Ihr ungeheuerliches Agieren informiert?

 

Mit Ihren, milde betrachtet, unkonventionellen Vorgehen haben Sie gleichzeitig die Vorstellungen von Frau Ministerin Aigner zur flächendeckenden Honorarberatung torpediert.

Ist das in Wahrheit Ihr eigentlicher Auftrag und dürfen wir Sie demnächst bei einer Bank, Fondsgesellschaft oder bei einem Versicherungskonzern als hoch bezahlter Manager begrüßen?

 

Die Empörung und Enttäuschung über Ihr Handeln wächst stündlich, so dass wir Sie auffordern müssen, eine extrem zeitnahe Stellungnahme abzugeben.

Dafür haben wir uns den

 

06. Juli 2009

vorgemerkt.

Vergessen Sie nicht schon wieder dem DRSB e.V. die Freigabe zur Veröffentlichung Ihrer Antwortschreiben zu erteilen.  

 

Mit freundlichen und besten Grüßen aus Düsseldorf

Ihr

Ihr

Udo Piasetzky

Hans - Josef Leiting

Vorstandsvorsitzender des DRSB e.V.

 

Steuerberater und Vorsitzender der

Rentenkommission des DRSB e.V.

 

Stand: 02.07.09

DRSB e.V.
Deutscher Rentenschutzbund e.V.

Ikenstraße 8
40625 Düsseldorf
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Website: http://www.deutscher-rentenschutzbund-ev.de
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