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DRSB

Deutscher Rentenschutzbund e.V.

Redaktionsteam

Leitung:

Udo Johann Piasetzky Christian Hindahl Hans - Josef Leiting

Düsseldorf, den 11. Mai 2009

 

 

Ist soziale Unruhe notwendig,

um soziale Unruhen zu verhindern?

 

Die US - Immobilienkrise und spätere US - Finanzkrise wird die Welt verändern, denn die globale Finanz- und Wirtschaftskrise entwickelt sich nach der Ansicht der meisten Wirtschaftswissenschaftler zu einer anwachsenden Gefahr für die Sicherheit vieler Staaten.

Wenn der Handel schrumpft und die Schulden wachsen, dann gibt es eigentlich überall auf der Welt soziale Unruhen.

Jahrelang kümmerte es in Westeuropa nur wenige Politiker, wenn die europäischen Medien in immer wiederkehrenden Zeitabständen über soziale Unruhen in Drittländern oder sogar über Hungeraufstände in Afrika berichteten.

Das DRSB - Spezialteam für den Kampf gegen

Nahrungsmittelverknappung und Klimakatastrohen

beobachtet und analysiert schon seit 16 Jahren die Krisenauslöser, Ursachen- und Wirkungszusammenhänge sowie deren Auswirkungen auf weltweite Krisenszenarien.

Mehrfach berichtete der Verein darüber, dass mit der ansteigenden Zeitachse einer Krise auch parallel die gesellschaftlichen Spannungen überproportional zunehmen.

Als deshalb der DRSB e.V. Anfang 2008 eine zu erwartende Reduzierung des Welthandels um geschätzte 15% bis 20% prognostizierte, wurden alle Mitglieder des Vorstandes als notorische Schwarzmaler und Paranoiker verschreien. Dabei war damals absehbar, dass zum Ende 2008 und im Jahr 2009 die weltweite Arbeitslosigkeit um

60 bis 80 Millionen Menschen zunehmen könnte.

Heute, am 11. Mai 2009, hat die Realität die DRSB - Prognose von Februar 2008 überholt.

Noch in diesem Jahr werden vermutlich geschätzte 80 Millionen Menschen auf der Welt das stetig anwachsende Heer derjenigen vergrößern, die unter die absolute

Armutsgrenze von 100,00 US - Dollar Jahreseinkommen

absinken werden.

Die

US - Immobilienkrise und spätere US - Finanzkrise

engt schon heute die finanziellen Handlungsspielräume der amerikanisch orientierten Staaten erheblich ein, so dass die Bereitschaft zu flankierenden Militäreinsätzen für die USA rapide abnehmen wird.

Der frühzeitige Rückzug der englischen Truppen aus dem Irak ist dabei nur das kleinste Indiz für die DRSB - Prognose.

Die USA können ohnehin ihre weltweiten Militäroperationen nicht mehr längere Zeit finanzieren. Die DRSB - Schätzungen liegen zwischen 8 bis 12 Monate. Eigentlich fällt den USA das Bezahlen ihrer Auslandsabenteuer schon seit März 2008 recht schwer.

Die ursprünglich vom US - Außenministerium forcierte ökonomische Globalisierung ist damit gleichzeitig auf breiter Front gescheitert.

 Die

US - Immobilienkrise und spätere US - Finanzkrise

entwickelt bedingt durch das Scheitern der wirtschaftsbezogenen US - Außenpolitik ein Reizpotential, das die regionalen Konflikte in Drittländern außerordentlich befeuern könnte.

Die

US - Immobilienkrise und spätere US - Finanzkrise

rückt mit erschreckend zunehmender Geschwindigkeit die USA sowie die NATO an den Rand der Weltpolitik.

Wer jetzt die Behauptung aufstellen sollte, dass eine solche Entwicklung nicht vorhersehbar gewesen wäre, sollte recht umgehend die DRSB - Artikel ab dem Jahr 2005 lesen, denn im Mai 2005 veröffentlichte der DRSB e.V. seine Studienergebnisse zum schleichenden Niedergang der USA und schilderte die direkten Auswirkungen auf aktuelle und zukünftige Rentenbezieher in Deutschland.

Wenn der BND - Chef Ernst Uhrlau im Mai dieses Jahres zu vergleichbaren Ergebnissen kommt, bestätigen die Veröffentlichungen des BND die gewonnenen Erkenntnisse des DRSB e.V. aus dem Jahr 2005.

Die

US - Immobilienkrise und spätere US - Finanzkrise

hat das Gespenst der sozialen Unruhe auch in unserem Land wecken können.

Es ist sehr erstaunlich, wie urplötzlich Politiker aus allen Parteien die beiden Worte

SOZIALE UNRUHE

entdeckt haben und sie sofort zu „Unwörtern“ abstempeln wollen.

SOZIALE UNRUHE,

so etwas gab und gibt es nicht in Deutschland, lautet die Meinung vieler Politiker. Und Bundeskanzlerin Angela Merkel droht jedem mit Nichtbeachtung, der diesen „bösen“ Wörter in den Mund nimmt.

Die

US - Immobilienkrise und spätere US - Finanzkrise

rüttelte jetzt sogar einige Gewerkschafts - Bosse aus ihrem sozialen Tiefschlaf auf.

DGB - Chef Sommer wie auch IG - Metall - Chef Huber erkennen tatsächlich die drohende Gefahr.

Hätten die deutschen Gewerkschaften Anfang 1933 so weitsichtige Anführer gehabt, dann wären den deutschen Gewerkschaften höchstwahrscheinlich die Zerschlagung ab 01. Mai 1933 sowie die damit verbundene spätere Verfolgung erspart geblieben.

Viele Gewerkschaftler mussten damals ihr politisches Engagement mit dem Leben bezahlen.

Sie wurden gejagt, diskriminiert, gefoltert und getötet, denn soziale Unruhen waren der ideale Nährboden für das konsequente Vorgehen der Gestapo.

Besonders in Zeiten von brodelnder

SOZIALER UNRUHE

haben die deutschen Gewerkschaften immer eine hohe Verantwortung.

Sie tragen deshalb zurzeit extrem schwer an ihren Aufgaben, denn sie müssen dafür sorgen, dass die Enttäuschungen, Resignation und die Wut der Bürger nicht in unkontrollierbare rohe Gewalt umschlägt.

Eine fast unlösbare Aufgabe für die meisten Gewerkschaftsführer.

Denn wie will man den Menschen in Deutschland noch glaubhaft machen, dass man ausschließlich ihre Interessen vertritt, wenn man gleichzeitig mit Wirtschaftsführern und Politikern in dem Verein Atlantik - Brücke e.V. regelmäßig zusammen sitzt, um das gemeinsame Agieren abzustimmen?

Die

US - Immobilienkrise und spätere US - Finanzkrise

muss umgehend dazu genutzt werden, durch Veränderung der politischen Ausrichtung, das wirtschaftliche Handeln wieder in kollektivere und sozialere Bahnen zu lenken.

Dazu fehlen den deutschen Gewerkschaften die Persönlichkeiten, die Glaubwürdigkeit und die soziale Kraft.

Der DRSB - Schriftwechsel sowie das Verhalten der Gewerkschaftsführung lässt eine andere Analyse nicht mehr zu.

Der DRSB e.V. zeigt mit seiner

Initiative 20 / 70

seit Jahren deutlich auf, dass wir in Deutschland soziale Unruhe nicht fürchten sollten.

Es gibt ausreichende Alternativen, die unsere Politiker zur Nutzmehrung gezielt einsetzen könnten, wenn sie nur wollten.

Es wäre möglicherweise in Zukunft viel schlimmer um Deutschland bestellt, wenn aus dem wirtschaftlichen Desaster die Verantwortlichen in Berlin keine klaren Konsequenzen ziehen könnten.

Insofern ist jede Art von

SOZIALER UNRUHE

nützlich, um echte soziale Unruhen nachhaltig zu vermeiden.

Der DRSB e.V. leistet, wann immer er gerufen wird, dazu seinen konstruktiven Beitrag.

 

 

             

 

DRSB

 

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