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DRSB

Deutscher Rentenschutzbund e.V.

Redaktionsteam

Leitung:

Udo Johann Piasetzky Christian Hindahl Hans - Josef Leiting

Düsseldorf, den 15. Juni 2009

 

 

War der sozialistisch geprägte

Kommunismus der DDR besser?

 

In der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik [ DDR ] herrschte Disziplin, Ordnung und Systematik.

Nichts überließ man dem Zufall.

Der Staatssicherheitsdienst [ Stasi ] hatte seine Abhorchteams sowie die stets bereiten Zugreif - Spezial - Einheiten, wenn es in der Bevölkerung wieder einmal rumorte.

Denn schon das Wort

„Banane“,

am falschen Platz „falsch“ eingesetzt, mutierte bereits zu einer mittleren

Staatsgefährdung.

Überhaupt durften die ehemaligen DDR - Bürger nicht frei sagen, was sie dachten und nicht dahin fahren, wohin sie tatsächlich wollten.

Was alle DDR - Bürger vereinte,

war das Recht auf einen sicheren Arbeitsplatz.

Und den hatten auch die meisten, obwohl mangels Material in den

Volks - Eigenen - Betrieben

[ VEB ]

tage- und wochenlang oftmals nur „Däumchen“ gedreht werden konnte.

Da im poltischen DDR - System Arbeitslosigkeit ideologisch nicht vorgesehen war, gab es natürlich auch offiziell keine arbeitslosen DDR - Bürger.

Alte Aufzeichnungen belegen jedoch, dass die versteckte Arbeitslosigkeit in den Kombinaten durchschnittlich circa 15% betrug.

So viel erreichen im wiedervereinten Deutschland demnächst immer mehr Bundesländer. Es war deshalb nicht weiter verwunderlich, dass in der ehemaligen DDR eine ganz bestimmte Branche von einem Boom zum anderen wechselte.

Die

Schwarzarbeit

war Steckenpferd und Wirtschaftsmotor zugleich und simulierte so etwas Ähnliches wie einen mittelständischen Wirtschaftsfaktor im Schatten des Kommunismus.

Nach dem Feierabend lebte die DDR - Schattenwirtschaft auf. Die Suche nach verwertbaren Produkten und Rohmaterial wurde zum logistischen Meisterwerk entwickelt.

Baustoffe, Eisenwaren und Farben in jeder Form waren marketingtechnisch betrachtet die absoluten

„Marktrenner“

in der DDR - Schatten - Wirtschaft. Wer Material liefern konnte oder besaß, war der ungekrönte König im System.

Denn plötzlich

hatten Familien die Möglichkeit in einigermaßen vernünftigen Bädern ihre tägliche Körperpflege menschenwürdig vorzunehmen.

Urplötzlich

fuhren selbst marode Wartburgs oder altersschwache Trabbis wieder.

Die DDR - Schatten - Wirtschaft funktionierte hervorragend und übertraf um Längen die kommunistische Planwirtschaft.

Das ist auch heute noch verständlich, denn die DDR - Bürger wollten auf Lebensqualität nicht bis ins hohe Alter hinein warten.

Sie waren ungeduldig, hatten Wünsche sowie Hoffnungen und wollten etwas Greifbares schaffen.

Kommunistische Planwirtschaft war dazu ungeeignet.

An eine mögliche Wiedervereinigung dachte so gut wie niemand. Das eigentliche Wirtschaftsleben fand quasi parallel zu den kollektiven Vorgaben unter den Augen der Stasi statt, die in einigen Fällen sogar davon profitierte.

Lebensanalytiker im Land werden nun laut aufschreien und verkünden:

„Genauso wie bei uns heute“.

Aber, ist so etwas wie in der DDR bei „uns“ tatsächlich möglich?

Leben wir in Wirklichkeit

in einer kommunistischen Marktwirtschaft?

Wenn man so gegen 16:00 Uhr vor deutschen Baumärkten einen Parkplatz sucht, wird man sehr schnell vom Frust gepackt. Wie an eine Perlenkette gereiht verlassen dort Menschen mit voll gepackten Einkaufswagen bis 20:00 Uhr die Einkaufshallen.

Baumaterialien aller Art, sowie Eisenwaren und Farbstoffe sind die „Marktrenner“ und belegen die oft so dargestellte

„Nachbarschaftshilfe“

oder auch die Schattenwirtschaft.

Denn auf vielen Baustellen wird bis tief in die Nacht hinein fleißig gearbeitet.

Arbeit scheint also vorhanden zu sein, bewegt sich aber in einer völlig verkehrten Wirtschaftswelt.

Es wird gehämmert, gebohrt, gespachtelt und geschweißt was das Zeug nur so hält.

Nirgends wird das Versagen unserer Politiker deutlicher, als in der deutschen Boombranche

Schwarzarbeit.

Vergleichbar wie beim Thema Rente versuchen deutsche Politiker die wirtschaftliche Problemzone

Schwarzarbeit

zu verdrängen und in den schlimmsten Fällen zu vergessen.

In öffentlichen Diskussionen geißeln diese Politikpharisäer das schwarze Herumwerkeln, sobald sie aber in ihren Wahlkreisen vor Ort sind, freuen sie sich heimlich darüber, dass die Bauhandwerker, Elektriker und Heizungsbauer doch eine Beschäftigung gefunden haben.

Dass diese Beschäftigungen, wie einst in der gescheiterten DDR - Planwirtschaft, vom Volk selbst verordnete [ Schwarz- ] Arbeiten sind, ist den meisten Berliner Politikern völlig bewusst.

Ein selbstkritischer Rückblick in die blühende wirtschaftliche Vergangenheit unseres Landes verkneifen sich die politischen Versager von heute.

Denn schon eine einfache Absenkung der Mehrwertsteuer um 3% würde die Nachfrage explodieren lassen und reihenweise würden neue Arbeitsplätze entstehen.

Auch so etwas ist unseren Politikern durchaus geläufig.

Durch die simpelsten wirtschaftspolitischen Steuerungsmaßnahmen und Stellschrauben sind Arbeitslosigkeit und Armut nachhaltig zu verhindern.

Deshalb fragen täglich verärgerte Bürger:

Warum passiert gar nichts in diese Richtung? 

 

 

             

 

DRSB

 

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Stand: 15.06.09

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